Die Channel-Woche:

18. Oktober 2019, 16:30
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Der Channel in Goldgräberstimmung, BitHawk in Management-Händen und AWS verabschiedet sich mit knallenden Korken von Oracle.

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 42 für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.
Channel-Business: Schlachtfelder und Goldgruben
Die Aussichten für den europäischen ICT-Channel sind glänzend. Er hat im vergangenen Jahr alle politischen Unsicherheiten unbeschadet überstanden und werde dies auch weiterhin tun. Dies sagt einer, der es wissen muss: Steve Brazier, Gründer von Canalys und Gastgeber des Channels Forums, das vergangene Woche in Barcelona über die Bühne ging. Brazier begründete den Optimismus mit zwei Zahlen. Der Umsatz der Top-10 IT-Service-Provider ist letztes Jahr im EMEA-Raum um dreizehn Prozent gewachsen. Und: Die Zahl der mit dem Internet verbundenen Geräte wird von 16,7 Milliarden im Jahr 2018 auf über 30 Milliarden im Jahr 2023 steigen. Deshalb, so Brazier, werde der Channel überleben. "Weil wir diese Geräte verkaufen, installieren, warten, für ihre Sicherheit sorgen und recyclen werden."
SBB wählt zwölf Softwarepartner
Die SBB hat im Mai in einer Ausschreibung nach strategischen Software-Partnern gesucht. Diese werden sich in den kommenden fünf Jahren für SBB-Aufträge zur Entwicklung von Individualsoftware inklusive Wartung, Support und Pikettleistungen bewerben können. Nun wurden die Zuschläge bekannt gegeben, und sie gehen an: Accenture, Adesso Schweiz, AdNovum, Akros, BBV Software Services, Elca, Erni Schweiz, Expleo Technology Switzerland, Fincons Group, IBM Schweiz, Sopra Steria, Trivadis und Zühlke Engineering. Die Preise der eingegangenen Offerten lagen laut SBB zwischen 40,6 und 50,1 Millionen Franken.
Management-Buy-Out bei BitHawk
Die frühere Bison IT Services heisst erst seit Anfang 2019 BitHawk. Nun hat der Inhaber, Peter Pfister, den IT-Dienstleister verkauft. CEO Oliver Schalch bestätigte einen entsprechenden Medienbericht gegenüber inside-channels.ch. Es handelt sich um die Nachfolgeregelung des 62-jährigen Peter Pfister, der bis anhin alle Aktien besass. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bei den neuen Inhabern handelt es sich um das langjährige bisherige Management: CEO Oliver Schalch, COO Sven Jost, CDO Terrence Schweizer und CFO Christian Nguyen. "Wir denken, wir sind ein super Team, das Bithawk erfolgreich weiterentwickeln kann", sagte uns Schalch.
Amazon sagt Oracle nicht leise "Adieu", sondern mit knallenden Korken
"Amazons Kunden-Business hat gerade seine letzte Oracle-Datenbank deaktiviert", meldete ein AWS-Evangelist. Die Migration an sich ist seit einiger Zeit bekannt, da sie mehrere Jahre dauerte und 75 Petabyte an internen Daten umfasste, die in fast 7500 Oracle-Datenbanken gespeichert waren. Involviert waren über 100 AWS-Teams von Produkten. "Im Laufe der Jahre stellten wir fest, dass wir zu viel Zeit mit der Verwaltung und Skalierung von Tausenden von Oracle-Legacy-Datenbanken verbringen", begründete AWS den Schritt. Es liessen sich auch Kosten sparen: Allein 60 Prozent der früheren Datenbankkosten würden wegfallen, trotz der Oracle-Sonderkonditionen, die man gehabt habe.
Investment-Unternehmen möchte Tech Data kaufen
Der Investor Apollo Global Management habe dem Broadline-Distributor Tech Data ein Übernahmeangebot in der Höhe von knapp fünf Milliarden Dollar unterbreitet. Dies berichtete die Nachrichtenagentur 'Reuters' mit Berufung auf Insider. Die Offerte würde einem Aufpreis von knapp 20 Prozent auf den gegenwärtigen Aktienkurs von Tech Data entsprechen. Es sei nicht sicher, dass Tech Data in die Verhandlungen einsteigen werde, geschweige denn, ob es zu einem Deal komme.
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