Die Channel-Woche 21

28. Mai 2021, 15:15
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Das Surftempo von Init7, Rekord bei M&A, das Swico-Programm zu Digitalisierung und Huaweis Fokus auf Software sorgten für Gesprächsstoff im Schweizer Channel.

Jetzt gibt es Surftempo von 25 Gigabit pro Sekunde

Der Telekomanbieter Init7 gibt auf den Glasfaserleitungen Gas: Die Spitzen-Surfgeschwindigkeit werde auf bis zu 25 Gigabit pro Sekunde erhöht. Damit überholt die Firma aus Winterthur die grosse Konkurrenz. Bei Swisscom, Salt und Sunrise ist bei 10 Gbit/s Schluss, auf dem Kabelnetz von UPC bei 1 Gbit/s. Dies gilt laut Init7 bei Anschlüssen, wo die Glasfaserleitung direkt von der Anschlusszentrale bis zur Wohnung gezogen sei. Dabei nutze man die Glasfasernetze von Energieversorgern wie beispielsweise von EWZ, IWB, SIG und in fast allen Gebieten von Swiss Fibre Net.

Swico zur Digitalisierung: "Die Schweiz ist blossgestellt worden"

Der Verband Swico hat ein Programm zur Digitalisierung vorgelegt: "Der Handlungsbedarf wurde jahrelang kleingeredet oder gar ignoriert", sagte Geschäftsleiterin Judith Bellaiche während der Präsentation des 10-Punkte-Programms. Das Programm ist in 10 Bereiche wie Gesellschaft, Bildung, Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Regulierung und Daten unterteilt, zu denen es insgesamt 32 Forderungen gibt. Nach dem gescheiterten Rahmenabkommen mit der EU sieht Swico auch Dringlichkeiten wegen des "Totalschadens". Nun müssten dringend Lösungen her, damit die Schweiz wieder mitreden könne.

"M&A in der ICT erreicht neuen Rekord"

Bis 2022 sollen die weltweiten Fusions- und Übernahmeaktivitäten (M&A) mit Beteiligung von Technologieanbietern den bisherigen Höchststand von 2018 übertreffen, schreibt Gartner. Die Marktforscher konstatieren, dass sich die M&A-Aktivitäten 2021 nach einem kurzen, coronabedingten Einbruch 2020 rasch wieder erhöht hätten. Übernahmen von Kommunikationsanbietern durch Finanzunternehmen (+93%) und Übernahmen von ICT-Dienstleistungsanbietern durch Finanzunternehmen waren im vierten Quartal 2020 um 30% höher als im Durchschnitt 2018 und 2019. Mehr zur Konsolidierung und M&A speziell in der Schweizer IT-Branche hören Sie in unserem wöchentlichen Podcast.

Huawei will sich auf Software fokussieren

Ren Zhengfei, der Gründer von Huawei, will seinen Konzern stärker auf Software ausrichten. Dies geht aus einem internen Memo hervor. Er reagiert damit auf die Sanktionen der USA, die immensen Druck auf das Hardware-Geschäft des chinesischen Unternehmens ausüben. Zhengfei erhofft sich, dass Huawei mit dem Fokus auf Software eine grössere Unabhängigkeit erreicht, weil die Entwicklung in diesem Bereich nicht von den USA kontrolliert werden können. Zu den konkreten Produkten, die nun gefördert werden sollen, gehören unter anderem das Betriebssystem HarmonyOS und das Cloud-KI-System Mindspore. Harmony wird am 2. Juni auf den Markt kommen, damit löst sich Huawei von Googles Android.

Zürcher Startup Exeon: "Wir hätten den Solarwinds-Hack sehr schnell erkannt"

David Gugelmann, Gründer und CEO des Zürcher Startups Exeon, ist äusserst überzeugt von seiner Software: "Wir hätten in Echtzeit erkannt, dass die Systeme von Solarwinds kompromittiert sind", sagte er im Gespräch mit inside-channels.ch. Man habe den Angriff nachgestellt, erklärte Gugelmann, das Modell habe den illegitimen Netzwerkverkehr umgehend aufgespürt. Die Lösung ist unter anderem auf das Erkennen von Domains spezialisiert, die von Algorithmen generiert werden. Die Lösung von Exeon soll illegitimen Verkehr besonders gut erkennen, weil sie doppelt trainiert wurde. So lernt sie im "supervised Machine Learning" unter Überwachung im Labor, wie legitimer Webverkehr beschaffen ist. Beim Kunden lernt das Modell dann aber unbeaufsichtigt weiter, wie das normale Verhalten im konkreten Netzwerk aussieht.

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