Die Channel-Woche 27

3. Juli 2020, 15:30
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Eine Shoppingtour, eine Fusion, ein Überwachungsgesuch und eine Verschlimmbesserung sorgten diese Woche für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.

Aspectra wird Teil der Cymbiq Group

Die Schweizer Security-Gruppe Cymbiq gibt die Übernahme des Hosting Providers Aspectra bekannt. Damit stösst ein weiteres Unternehmen zur Gruppe, die vor rund zwei Jahren mit der Beteiligungsfirma Caption aus Ispin entstanden ist. Sie gewinnt einen auf geschäftskritische Systeme spezialisierten Partner, der hochskalierbare und hochstandardisierte IT-Plattformen konzipiert, bereitstellt und betreibt. Aspectra wurde vor rund 20 Jahren gegründet. Aktuell beschäftigt das Zürcher Unternehmen gut 40 Mitarbeitende. Der Hoster wird am angestammten Sitz als eigene Entity unter dem gewohnten Brand weitergeführt. Wir haben mit den beiden CEOs gesprochen.

Corona: Konsolidierung kommt in Fahrt


"Glimpflich", "gut" oder "ohne Probleme" seien sie durch die Krise gekommen. Das sagen die meisten ICT-Unternehmer, mit denen wir ihm Zuge der Recherchen zum Digital Channels Forum gesprochen haben. Wer nicht vom Homeoffice-Trend oder Digitalisierungs-Projekten profitiert, hofft zumindest, dass in den letzten Monaten sistierte Projekte nun wieder angeschoben werden. Alles in Butter also? Oder gibt es doch da und dort Verlierer in der Branche? Kommt es nun zu einer grossen Konsolidierung, zu Fusionen, Partnerschaften und Übernahmen? Wir haben bei jenen Antworten eingeholt, die es wissen müssen. 

RedIT, Beelk Services und Kinetic fusionieren

Auf den 1. Juli fusionieren RedIT und Beelk Services. Gleichzeitig übernehmen sie die Geschäftstätigkeit des 2017 zugekauften Lenzburger Archiv-Spezialisten Kinetic. Sämtliche Marktaktivitäten werden unter der Marke RedIT zusammengeführt. Der neue Auftritt stelle die Wiedererkennung sicher und erleichtere eine fokussierte Marktbearbeitung, schreibt der Microsoft-Gold-Partner. Gleichzeitig könne man so Betriebsabläufe optimieren und flexibel auf neue Marktbedürfnisse reagieren, verspricht sich das Unternehmen. Der Schritt sei von langer Hand geplant und habe nichts mit den aktuellen Herausforderungen der Corona-Krise zu tun.

EJPD will Threema besser überwachen können

Am 19. Mai 2020 hatte das Bundeverwaltungsgericht entschieden, dass Threema keine weitreichenden Überwachungsaufgaben für den Staat übernehmen müsse. Als reiner Internet-Dienst gelte die Messenger-App nicht als Fernmeldedienstanbieter wie die grossen Telcos – und muss deshalb nur sehr wenige Nutzerdaten an die Behörden liefern. Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) hat nun entschieden, das Verfahren ans Bundesgericht weiterzuziehen.

Wie man die IT-Security verschlimmbessert

Informatik-Wissenschaftler der Universität Cambridge haben erforscht, welche unbeabsichtigten Schäden Cybersecurity anrichten kann. Sie postulieren in "Identifying Unintended Harms of Cybersecurity Countermeasures", dass man mit Investitionen in die Cybersecurity die Lage verschlimmbessern kann: Die Infrastruktur selbst könne geschädigt werden, aber auch Mitarbeitende können zu Risikofaktoren werden. Zu den möglichen Problemen zählen die Forscher Zusatzkosten, Missbrauch, Selbstgefälligkeit, False-Positives, Verstärkung oder die versehentliche Störung anderer Abwehrmassnahmen.

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