Die Channel-Woche 31

31. Juli 2020, 15:15
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IT-Outsourcing-Pläne von Generali, ein CDO bei Cablex und ein neuer Chef bei Cisco Schweiz sorgten in dieser Woche für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.

Generali dürfte viel IT und Personal an Tata outsourcen

Generali Schweiz plane einen "Riesenabbau", schrieben 'Inside-Paradeplatz' und die 'NZZ' übereinstimmend. Der Versicherer plane 600 der 1800 Stellen in Adliswil bei Zürich und in Nyon an den indischen Riesen Tata Consulting Services (TCS) auszulagern. Dieser soll unter anderem BPaaS liefern für den Versicherer. Das Outsourcing sei Teil eines Projekts namens "Pegasus", mit welchem Generali in der Schweiz bis 2025 jährlich 50 Millionen Franken einsparen soll. Man habe zusammen mit der Generali Gruppe und TCS einen Prozess eingeleitet, antwortete ein Mediensprecher zu Fragen rund um den Ersatz der Legacy-IT, die "ihren Lebenszyklus bereits überschritten" habe.

Cablex holt einen CDO an Bord

Um den digitalen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft adressieren zu können, gönnt sich die Swisscom-Tochter Cablex ab August 2020 einen Chef-Digitalisierer. Der Posten wurde neu geschaffen, denn man wolle in der obersten digitalen Liga mitspielen. Besetzt wurde die Stelle durch Markus van Heijningen, der nun die Digitalisierungsprojekte des Unternehmens vorantreiben soll. Ab 2002 stand van Heijningen in verschiedenen Positionen bei Swisscom im Einsatz, zuletzt als Leiter der Smart-City-Sparte.

Cisco Schweiz hat einen neuen Chef

Der frühere Schweiz-Chef Christian Martin hat das Unternehmen nach 21 Jahren bei Cisco bereits letztes Jahr verlassen. Nun hat Cisco hat mit Christopher Tighe endlich einen permanenten Nachfolger bestimmt, der den Interimschef Walter Merkl ablöst. Tighe arbeitet schon seit rund 20 Jahren für Cisco. Zuletzt war er für das Enterprise-Segment von Cisco in Süddeutschland zuständig.

Corona hinterlässt im Sourcing-Markt Schäden

Im DACH-Raum ist das Vertragsvolumen von Managed Services im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 38% auf 1,4 Milliarden Euro gestiegen, sagt der Marktforscher ISG. Hauptverantwortlich für das grosse Wachstum sei aber das erste Quartal 2020 gewesen, im zweiten, dem "Corona-Quartal" schrumpfte das Vertragsvolumen von Managed Services in der DACH-Region um 2,4% auf 596 Millionen Euro. Für klassische Managed Services Provider sei speziell das Geschäft mit Finanzdienstleistern schwierig, das Vertragsvolumen sank im ersten Halbjahr 2020 um 40%. Vermutlich sei der negative Impact von Corona auch weiterhin dominierend, so Barbara Florschütz, Geschäftsführerin der Information Services Group (ISG) Germany.

Die Google-Büros bleiben noch mindestens ein Jahr leer

Die Google-Mitarbeitenden weltweit werden noch mindestens bis Juli 2021 im Homeoffice arbeiten. Dies hat Alphabet-CEO Sundar Pichai entschieden. Betroffen sind laut Medienberichten praktisch alle der 200'000 Voll- und Teilzeitangestellten des Konzerns sowie Vertragsarbeiter. Mitgrund für den Entscheid des Unternehmens, die Arbeit im Homeoffice zu verlängern, ist wohl die unsichere Lage in den USA gewesen. Insbesondere für Familien könnte es im kommenden Schuljahr aufgrund von Home Schooling schwierig werden, zu planen.
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