Die Channel-Woche 4

28. Januar 2022, 15:50
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Der Weg von Sage, ein Ausbau von Accenture, das Wachstum von IBM und der Attraktivitätsverlust von Devops sorgten für Diskussionsstoff im Channel.

Sage ist auf dem Weg zu einer nativen Cloud-Lösung

"Wir haben versucht, die neuen Namen Infoniqa ONE Start, Infoniqa ONE 50 und Infoniqa ONE 200 so nah wie möglich am Original zu lassen und hoffen dadurch, dass nach wie vor klar ist, was wo drin ist." Nach der Übernahme von Sage sowie Run my Accounts durch Infoniqa stellen sich die jeweiligen Geschäftsführer Thomas Hersche und Thomas Brändle sowie Léon Vergnes, CEO von Infoniqa, erstmals den Medien. In unserem Interview wird erklärt, weshalb der Name Sage nicht mehr im Portfolio vorkommen darf, wie viele Kunden von Abacus abgeworben wurden, und wie die 130 Mitarbeitenden von Sage Schweiz mit der Transformation umgegangen sind.

Accenture will in Zürich massiv ausbauen

Accenture Schweiz will bis Anfang 2024 seine Niederlassung in Zürich stark vergrössern. Vom jetzigen Standort beim Fraumünster will der Consulter und IT-Dienstleister in zwei neue Gebäude an der Pelikan- und Sihlstrasse umziehen. Zusammen mit dem bereits bestehenden benachbarten Standort von Accenture Interactive und der dazugehörigen Designagentur Fjord werde so ein zentraler City Campus entstehen, der Platz für über 1000 Mitarbeitende bieten werde. "Mit dem Umzug reagieren wir nicht nur auf das aktuelle Wachstum von Accenture, sondern auch auf die veränderten Bedürfnisse der Mitarbeitenden", heisst es von Marco Huwiler, Country Managing Director von Accenture Schweiz. Der neue Campus soll eine Gesamtfläche von rund 9000 Quadratmetern haben.

Devops büsst an Attraktivität ein

In der Schweiz überwiegt in der Software-Entwicklung hybrides Vorgehen: Wasserfall in Kombination mit agilen Methoden wie Hermes 5 werden von mehr als der Hälfte der Befragten bevorzugt. Diese Tendenz spiegelt sich auch in den Releasezyklen: Im hybriden Modell wurden diese kürzer, während sie bei der agilen Methodik länger werden. So seien 1 bis 2 Releases pro Jahr ebenso selten geworden, wie auch mehrere Releases pro Monat nicht mehr so beliebt seien. Zwischen monatlich und dreimonatlich lag die Spitze über hybrid und agile hinweg. Devops bleibt Thema, aber die Einschätzung des Erfolgs hat etwas gelitten: Vor allem die Beschleunigung des Time-to-Market und die Verbesserung der Qualität wurden nicht mehr so optimistisch eingeschätzt wie auch schon.

Abacus erhöht Beteiligung an Yapeal

Der Schweizer Softwarehersteller Abacus hat seine Beteiligung an der Neobank Yapeal erhöht und ist neu deren grösster Aktionär. Zusammen wollen die beiden Unternehmen bis zum Ende des 1. Quartals 2022 auch eine neue Kreditkarte für Businesskunden herausgeben, die auf der Technologie des Schweizer Fintechs basiert. Die Bankkarte soll kostenlos sein und Spesenabrechnungen sowie den Zahlungsverkehr automatisieren. Die Kreditkarte soll vollständig in die neuste Version der Abacus-Software integriert werden können.

IBM legt erstaunlich zu

In den letzten Jahren hat IBM meistens Umsatzrückgänge vermelden müssen, und wenn es einmal aufwärts ging dann nur leicht. Im letzten Quartal hat nun aber eine gute Nachfrage nach der Cloud-Software von IBM und den nach der Abspaltung von Kyndryl bei IBM verbliebenen IT-Services dem traditionsreichen IT-Konzern sein grösstes Umsatzplus seit Jahren beschert: In den drei Monaten bis Ende Dezember 2021 stieg der IBM-Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 6,5% auf 16,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn wuchs auf 2,3 Milliarden Dollar, gut eine Milliarde mehr als vor einem Jahr. Damals wurde das Quartalsergebnis allerdings stark von hohen Kosten für den Konzernumbau belastet.

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