Die Channel-Woche 47

20. November 2020, 17:19
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Der Arbeitsplatz der Zukunft, die Transformation von OBS und ERP-Trends sorgten für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.

HP und Lenovo zeigen den Arbeitsplatz der Zukunft

Die Zukunft ist aktuell schwer planbar, aber Homeoffice wird bleiben, ob ein Tag pro Woche oder mehr. Shared Desks werden auch weiterhin den modernen Arbeitsplatz in der Büroumgebung prägen. Keyboard und Maus würden vielfach persönliche Arbeitsinstrumente bleiben, aber Bildschirm, Docking Stations beziehungsweise Docking Monitore gehören zum "New Normal", Lösungen dafür wurden kürzlich von HP vorgestellt. Auch Lenovo Schweiz präsentierte eine Reihe von Geräten, die sich insbesondere für die Arbeit im Homeoffice und insgesamt für das mobile Arbeiten eignen sollen. Beide Unternehmen erklärten weiter, welche neuen Lösungen für Partner durch die Corona-Pandemie gefragt sind.

Mit welchen ERP-Lösungen die Nutzer gern leben

Die Technologie von ERP-Software mag sich rasch wandeln und weiterentwickeln, die höchste Nutzer-Zufriedenheit bleibt relativ stabil. Das zeigt die neueste Ausgabe der Trovarit-Nutzerumfrage "ERP in der Praxis 2020/21". Das höchste Lob der Teilnehmenden erhalten wiederum "schlanke" ERP-Lösungen, regionale, spezifische Branchenlösungen sowie kleinere Anbieter mit verhältnismässig kleinem Kundenstamm sowie mittlere Installationen. Aus Schweizer Sicht nicht vertreten sind in den Zufriedenheitsquadranten speziell Abacus, Myfactory, Proffix oder auch Sage. Unter den belastbaren Aussagen über hiesige Anbieter konnte das Opacc-ERP seine guten Noten bestätigen, es schneidet laut den Autoren gar "deutlich überdurchschnittlich" ab.

OBS Schweiz hat sich zurückgekämpft

Swisscom sei kein Konkurrent von Orange Business Services, erklärte Martin Kull, seit über 4 Jahren Country Manager, im Gespräch. "Wir betreuen internationale Unternehmen mit Sitz in der Schweiz überall." Denn die Schweiz bilde einen eigenen Cluster innerhalb des Konzerns, vergleichbar mit "Nordics" oder Benelux. OBS Schweiz habe den Turnaround geschafft, nachdem es 2015/2016 geheissen hatte, die Firma habe Kunden und damit Umsatz verloren, und als auf Kununu schlechte Ratings auftauchten. "Wir haben uns zurückgekämpft", so Kull. Man habe sieben neue Kunden gewonnen und sei heute auch beim Umsatz wieder zu alter Stärke herangewachsen.

"Nun kommen die kritischen Applikationen in die Cloud"

Atos lanciert mit prominenten Tech-Namen die "OneCloud"-Initiative. Dieser One-Stop-Shop soll zur bedeutenden Umsatzquelle werden. "Cloud war schon vor 2020 ein Trend, dieser hat sich nun beschleunigt", so Atos-CEO Elie Girard an einer Medienkonferenz. Von der Initiative will Atos nun nicht nur profitieren, sondern auch die Kunden mit Beratung in die Cloud mit all ihren Vorteilen schieben ("push"). Als Erstes hat der Konzern seit letztem Frühling unter dem Dach "Atos OneCloud" organisatorisch alles und alle beherbergt, was dazugehört: 7000 Cloud-Experten könne man bieten, 30'000 Applikationsexperten und 6500 Cloud-Zertifizierungen. Mit der OneCloud-Strategie sollen 2 Milliarden Euro bis 2025 in neue Mitarbeitende, Cloudfirmen-Übernahmen und F&E investiert werden.

Der Preis für das schlechteste Passwort 2020 geht an...

"123456" belegt Platz eins, vor "123456789". Auch sind "Password" und "1111111" sowie "12345" immer noch beliebt und werden entsprechend oft auch gehackt. Die – rätselhaften – Aufsteiger des Jahres 2020: "picture1" erhält Bronze und "senha" ist immerhin neu in den Top-10 auf Platz 10 aufgeführt. Wer sich nun fragt, was "senha" heisst: "Passwort", aber auf Portugiesisch. Woraus man schliessen kann, dass das kleine Portugal, das grosse Brasilien und diverse ehemalige Kolonien in Afrika in Sachen Passwort Entwicklungsländer sind. Der Aufsteiger unter den schlechtesten Passwörtern aus dem Jahr 2018 ist heute hingegen praktisch bedeutungslos geworden: Es hatte "Donald" gelautet.

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