Die Channel-Woche 48

3. Dezember 2021, 14:43
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ICT-Profis auf Jobsuche, die reichsten ICT-Unternehmer der Schweiz und SAPs Partner-Pläne sorgten für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.

Die Mehrheit der IT-Fachkräfte schaut sich nach neuen Jobs um

Laut einer Umfrage der Boston Consulting Group ist der globale IT-Stellenmarkt in Bewegung.  40% der Befragten gaben an, aktiv auf Jobsuche zu sein. 73% können es sich vorstellen, in den nächsten 2 bis 3 Jahren die Stelle zu wechseln. Hauptgrund für die Arbeitnehmenden, ihre Stelle zu wechseln, ist gemäss Umfrage die Möglichkeit, die Karriere voranzutreiben (63%). Knapp die Hälfte suchen eine neue Herausforderung (49%), und jeder Dritte gab an, in der jetzigen Position nicht genügend geschätzt zu werden (36%).

Die reichsten IT-Unter­nehmer der Schweiz

Das Vermögen der 300 Reichsten der Schweiz hat sich laut der jährlichen 'Bilanz'-Liste nochmals deutlich erhöht. Mit 821,2 Milliarden Franken sind es 115 Milliarden mehr als vor einem Jahr. Angeführt wird die Digital-Rubrik der "Reichsten-Liste" von Guillaume Pousaz mit einem geschätzten Vermögen von 11 bis 12 Milliarden Franken. Darin findet sich ausserdem etwa Urs Hölzle, inzwischen nach den Gründern der dienstälteste Googler. Sein Vermögen wird auf 2 bis 2,5 Milliarden Franken geschätzt.

SAP-Chef Klein: "SAP wird eines der grössten Cloud-Unternehmen der Welt"

Unternehmen brauchen noch bessere Unterstützung auf dem Weg in die Cloud. Die will Christian Klein, Chef von SAP, mit eigener Beratung und Partnern bieten. Klein sieht die der derzeit grösste Aufgabe von SAP darin, Kundinnen und Kunden beim Umzug in die Cloud besser zu unterstützen, zum Beispiel bei der Optimierung von Geschäftsprozessen oder der Veränderung von Geschäftsmodellen. "Wir müssen ihnen mit unserer eigenen Beratung und mit unseren Partnern noch besser zeigen, wie wir das gemeinsam umsetzen können". 

"Service public hui, Service concours pfui"

Unser Kolumnist Urs Prantl beschäftigt sich mit der Post und anderen Staatsunternehmen, die im ICT-Bereich auf Einkaufstour sind. Prantl sieht die Gründe dafür einerseits in der verschlafenen Digitalisierung bei diesen Unternehmen, andererseits findet er: "Einige Staatsunternehmen akquirieren einfach, weil sie es können. Allein ihre schiere Grösse, verbunden mit der hohen Finanzkraft macht es für die Staatsunternehmen risikolos, sich den einen oder anderen KMU zu übernehmen."

Swiss Re lagert Verwaltung der digitalen Arbeitsplätze nach Indien aus

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat dem indischen IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS) einen Auftrag zur Verwaltung von über 18'000 digitalen Arbeitsplätzen erteilt. TCS soll Swiss Re künftig beim Aufbau eines Cloud-basierten digitalen Arbeitsplatzes unterstützen, der sowohl die Zusammenarbeit als auch die Innovation fördert. Für die Umsetzung setzt der IT-Dienstleister aus Indien auf Microsoft Azure. Das zusätzliche Auftragsvolumen für TCS wurde von den beiden Unternehmen nicht genannt.
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