Die Debian-Community möchte sich nicht zu Stallman äussern

19. April 2021, 13:26
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Nach einer Abstimmung wurde beschlossen, kein öffentliches Statement zur Rückkehr von Richard Stallman zur Free Software Foundation abzugeben.

In den letzten rund zwei Wochen haben die Mitglieder des Debian-Projekts eine Abstimmung darüber durchgeführt, ob – und falls ja wie – sich das Projekt zur umstrittenen Rückkehr von Richard Stallman in den Vorstand der Free Software Foundation (FSF) äussern soll. 
Nun wurde das Resultat veröffentlicht: Debian wird kein öffentliches Statement zu diesem Thema machen.  Dies war eine von nicht weniger als 7 Optionen, unter denen gewählt werden konnte, und sie erhielt mit 277 die meisten Stimmen. Für die Auswertung der Abstimmung wurde zwar eine etwas komplizierte Methode gewählt, aber zuletzt kamen die Organisatoren doch zum Schluss, dass die Option mit den meisten Stimmen zur "Wahlsiegerin" erklärt werden sollte.
Bei näherem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass die Debian-Mitglieder durchaus mehrheitlich Stallman-kritisch eingestellt zu sein scheinen. So erhielten die beiden Pro-Stallman-Optionen, die dazu aufriefen, Stallmans Rückkehr zu begrüssen oder die "Hexenjagd" gegen ihn anzuprangern mit 52 beziehungsweise 84 mit Abstand die wenigsten Stimmen. Die drei klaren Anti-Stallman-Optionen erhielten dagegen alle jeweils mehr als 200 Stimmen. Diese drei Optionen waren entweder Stallmans Rücktritt zu verlangen, den FSF-Vorstand aufzurufen, Stallman auszuschliessen, oder die Zusammenarbeit mit der FSF aufzukündigen, so lange Stallman dort eine führende Position innehat.

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