Die "Firefox-Smartphones" kommen

26. Februar 2013 um 11:00
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Sony, ZTE, LG und Alcatel an Bord. Vorerst werden mit dem Firefox OS ausgerüstete Handys allerdings vor allem in Lateinamerika auf den Markt kommen.

Sony, ZTE, LG und Alcatel an Bord. Vorerst werden mit dem Firefox OS ausgerüstete Handys allerdings vor allem in Lateinamerika auf den Markt kommen.
Nachdem die Weiterentwicklung des E-Mail-Clients Thunderbird vor rund einem halben Jahr eingestellt wurde, ist das "Firefox OS" das neuste Lieblingskind der hinter dem Open-Source-Browser Firefox stehenden Stiftung Mozilla. Firefox ist ein auf HTML5 basierendes Open-Source-Betriebssystem für Smartphones. Am gegenwärtig stattfindenden Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zeigt Mozilla eine Preview-Version des neuen Betriebssystems. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass schon in Kürze die ersten mit Firefox OS ausgerüsteten Smartphones auf den Weltmarkt kommen sollen.
In unseren Breitengraden wird man aber etwas länger auf Firefox-Handys warten müssen. Die mit Mozilla zusammenarbeitenden Hersteller wollen das Betriebssystem vorerst vor allem für billige Handys einsetzen, die in aufstrebenden Märkten und insbesondere in Lateinamerika auf den Markt geworfen werden. Mozilla hat Alcatel (TCL), LG und ZTE als Hardwarepartner für Firefox OS genannt. Laut 'pte' soll aber auch Sony erklärt haben, dass man an einem Firefox-Smartphone arbeite. Samsung habe dagegen klar abgewunken. Samsung konzentriere sich wahrscheinlich eher auf sein eigenes Betriebssystem 'Tizen', das für ähnliche Einsatzzwecke konzipiert worden sei wie das Firefox OS.
Laut Mozilla soll die erste Welle von Firefox-Handys in Spanien, Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Venezuela sowie in Montenegro, Polen, Serbien und Ungarn lanciert werden. Die konkretesten Pläne hat ZTE präsentiert. Der chinesische Hersteller will ab Mitte Jahr zusammen mit Telefónica das Firefox-OS-Handy "ZTE Open" in Spanien, Venezuela und Kolumbien auf den Markt bringen.
Das Firefox OS soll gegenüber iOS, BlackBerry 10, Android, Windows Phone 8 und Co. vor allem durch seine Offenheit punkten. Mobilfunkanbieter können das OS und vor allem dessen Oberfläche beliebig an ihre Bedürfnisse anpassen. Die Offenheit gilt aber nicht nur für die Open-Source-Software selbst, sondern auch für die Apps. HTML5-basierte Apps sollten auch auf anderen Betriebssystemen laufen, sofern HTML5 unterstützt wird. Mozilla will zudem Entwicklern keinerlei Restriktionen auferlegen. Die Apps können über den Firefox Marketplace vertrieben werden, Entwickler können aber auch beliebige andere Betriebswege wählen. (Hans Jörg Maron)

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