Die GPL-Initiative von Red Hat hat neue gewichtige Unterstützer

15. September 2020, 10:04
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Die rund 60 Mitglieder erlauben sich gegenseitig, Lizenzverstösse zu beheben. Dies soll Unsicherheiten bei der Nutzung von Open-Source-Software verringern.

Red Hat gibt 17 neue Unterstützer des GPL Cooperation Commitment bekannt. Dazu gehören unter anderem Ericsson, Fujitsu, Lenovo, LG, Infosys sowie Salesforce. Die Zahl der Unternehmen wachse mit den Neuzugängen auf über 60 an, schreibt Red Hat in einer Mitteilung.
"Der anhaltende Erfolg des GPL Cooperation Commitment zeigt, dass die Open-Source-Community klar Stellung bezieht gegen unverantwortliche Rechtsstreitigkeiten und sich für das seit Langem bestehende Open-Source-Prinzip der Zusammenarbeit einsetzt", sagt David Levine, Vice President and Associate General Counsel bei Red Hat.
Das GPL Cooperation Commitment wurde im November 2017 von Red Hat, Facebook, Google und IBM initiiert, um für mehr Rechtssicherheit bei der Nutzung von Open-Source-Software zu sorgen, die unter GPLv2-Lizenzen steht. Die Unterstützer der Initiative sprechen sich dagegen aus, gewisse Lizenzbestimmungen hart durchzusetzen. Sie geben sich gegenseitig die Gelegenheit, Lizenzverstösse zu beheben, bevor die Lizenz entzogen wird.
Diese Möglichkeit war ursprünglich weder in der GPLv2 noch in der LGPLv2 und LGPLv2.1 vorgesehen, den älteren Versionen der populären GNU General Public License. Sie wurde erst mit der GPLv3 eingeführt. Schon kleine Fehler bei den älteren Lizenzen, unter denen auch grosse Teile des Linux-Kernels stehen, können laut Red Hat dazu führen, dass die betreffende Software nicht weiter genutzt werden darf.  

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