Die Grössten Cloud-Pannen von 2016

29. Juli 2016, 13:27
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Welches waren die bisher grössten Cloud-Ausfälle von 2016? 'CRN' hat sie zusammengestellt.

Welches waren die bisher grössten Cloud-Ausfälle von 2016? 'CRN' hat sie zusammengestellt.
Ausfälle in der IT bedeuten in der Regel verlorenes Geld. Dies gilt auch für die Cloud. Das US-Branchenmagazin 'CRN' hat die grössten Cloud-Ausfälle von 2016 zusammengestellt.
Der CRM-Anbieter Salesforce schafft es gleich zwei Mal auf die Liste. Im März war insbesondere Europa von einem Ausfall von Salesforce betroffen. Grund war eine schlechte Performance der EU2-Instance, wie das Unternehmen später erklärte. Dies machte die Software für einige Kunden zehn Stunden lang unerreichbar. Einen zweiter Ausfall folgte im Mai. Dieser traf Kunden der amerikanischen Westküste. Salesforce fiel fast einen ganzen Tag lang komplett aus und hatte später noch mit Performance-Problemen zu kämpfen. Hinzu kam, dass in einem bestimmten Zeitfenster gespeicherte Daten unwiderruflich verloren gingen.
Auch Office 365 fiel in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gleich zweimal aus, wie 'CRN' weiter schreibt. Ab dem 18. Januar konnten Nutzer mehrere Tage nicht mehr auf ihre E-Mails zugreifen. Microsoft erklärte den Ausfall mit einem fehlerhaften Software-Update. Das Problem konnte nicht beim ersten Versuch gelöst werden und fünf Tage nach dem erstmaligen Auftauchen des Problems gab es weitere Störungen beim E-Mail. Manche Kunden konnten gemäss 'CRN' länger als eine Woche nicht auf ihre E-Mails zugreifen. Das zweite Problem mit Office 365 folgte im Februar und traf die Kunden in Europa. Diese konnten mehrere Stunden lang ihre E-Mails nur schwer abrufen. In Europa gab es bereits im Dezember 2015 ein ähnliches Problem. Beim Ausfall im Februar nannte Microsoft eine zu grosse Nachfrage nach Cloud-Ressourcen als Ursache.
Auch Amazon blieb im vergangenen halben Jahr nicht vor einem Ausfall verschont. Am 4. Juni war der Cloud-Dienst AWS für Kunden der Region Australien nicht erreichbar. Grund dafür war ein Sturm in Sydney, der zu einem Stromausfall in der Region führte. Laut Amazon waren mehrere AWS-Einrichtungen betroffen und in einer habe die redundante Stromversorgung nicht funktioniert. Dadurch waren Webseiten und Services der Region für rund zehn Stunden nicht erreichbar, so 'CRN'. Ebenfalls im Juni hat es die Cloud von Apple getroffen. Am 2. Juni waren Apples Onlinedieste wie der App Store, Apple TV oder der Cloud-basierte Fotodienst nicht mehr zu erreichen. Zur Ursache hatte sich Apple damals nicht geäussert. Meldungen auf Twitter zufolge waren Kunden in mehreren Ländern betroffen.
Apropos Twitter. Der Microblogging-Dienst blieb ebenfalls nicht verschont. Im Januar war Twitter für Nutzer weltweit rund acht Stunden unerreichbar. Eine für das Unternehmen untypisch lange Zeit, wie 'CRN' betont. Ursache sei hier das Einspielen von fehlerhaftem Code gewesen.
Ebenfalls auf die CRN-Liste der grössten Cloud-Ausfälle schafft es Google. Die Rechenzentren des Internetgiganten sind im April weltweit ausgefallen. Alle Dienste, die auf die Google Compute Engine zurückgreifen, waren unerreichbar. Der Ausfall dauerte je nach Region "nur" 18 bis 73 Minuten und der Konzern entschädigte die Nutzer mit zehn bis 25 Prozent Rabatt.
Die letzten beiden grössten Cloud-Ausfälle, die das US-Magazin listet, betreffen Verizon und Symantec. Die Cloud-basierten Security-Dienste von Symantec fielen im April für rund 24 Stunden aus. Die Verizon-Panne im Januar, der ein Stromausfall in einem Rechenzentrum zu Grunde lag, betraf insbesondere das New Yorker Unternehmen JetBlue. Die Fluglinie konnte daraufhin ihren Flugplan nicht einhalten. (kjo)

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