Die IT-Woche 1

8. Januar 2021, 16:30
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Eine Online-Banking Störung, ein Trojaner und die Whatsapp-Nutzerbedingungen sorgten für Gesprächsstoff in der Schweizer IT-Szene.

Erneute E-Finance-Störung bei Postfinance

Am 4. Januar kam es zu einer Störung bei der Postfinance, die rund zwei Stunden andauerte. Via Twitter vermeldete die Grossbank "Performance-Probleme" als Ursache der Störung am ersten Arbeitstag des Jahres für viele und dem Überweisungsdatum all jener Zahlungen, die E-Finance-User erst am 31. Dezember in Auftrag gegeben hatten. Mehr dazu konnte uns die Bank auf Anfrage noch nicht sagen. Man sei daran, die Ursachen der technischen Störung zu eruieren. Einen Zusammenhang zur Störung vom 28. Dezember 2020 gebe nicht, erklärte die Bank.

Whatsapp stellt Usern ein Ultimatum

Whatsapp, der zu Facebook gehörende Messenger, der behauptet, den Datenschutz in seiner DNA verschlüsselt zu haben, stellt seinen über 2 Milliarden Nutzern ein Ultimatum: Entweder sie würden zustimmen, persönliche Daten mit Facebook zu teilen, oder sie löschen ihr Konto. Die Aufforderung soll über eine In-App-Warnung erfolgen, in der die Nutzer aufgefordert werden, weitreichenden Änderungen in den Whatsapp-Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Unter den neuen Bedingungen behalte sich Facebook das Recht vor, gesammelte Daten mit seiner Unternehmensfamilie zu teilen, zu der auch Instagram gehört. Whatsapp beschwichtigte zwar nach User-Reaktionen, in Europa müsse man nicht zum Datenaustausch einwilligen. Doch die Diskussionen über die neuen Regelungen, die am 8. Februar in Kraft treten, halten an.

Schweizer Polizei warnt vor neuer Emotet-Kampagne

Die Schweiz ist Ziel einer breit angelegten Malware-Kampagne. Die Polizei warnt vor Mails, die anscheinend von offiziellen Organisationen wie Banken oder der Polizei stammen und ein Passwort für eine Zip-Datei enthalten. Ein gezipptes Office-Dokument enthält ausführbare Makros und beim Öffnen wird der PC mit dem Trojaner Emotet infiziert. Es sind bereits mehrere Sicherheitsorganisationen von der Malware-Attacke betroffen, so beispielsweise die Kantonspolizei Bern, wie die Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten (KKPKS) mitteilte. Das Comeback von Emotet überrascht nicht, letzten Oktober hatten das US-Ministerium für Innere Sicherheit und die CISA ausdrücklich davor gewarnt.

Nur im Silicon Valley verdient man besser als in Zürich

Die spezialisierte Lohnvergleichsplattform "Levels.fyi" hat die Selbstdeklarationen von Informatikern aus aller Welt zu einem "End of Year Pay Report 2020" zusammengefasst. Die US-Website erhält auch Salär- und Bonusnennungen von Angestellten von Google, Microsoft oder Nvidia von Schweizer Standorten. Die Schweiz, insbesondere Zürich, gehört zu den Top-Verdienst-Standorten, deutet die Auswertung an. Saläre von Schweizer IT-Firmen und weiteren Schweizer Informatik-Fachleuten gibt es bei der Plattform nicht, diese sind aber in Schweizer Studien von Personalvermittlern oder dem Verband SwissICT verfügbar. Ob die US-Konzerne an diesen mitmachen, ist unbekannt.

Diese Tools erhalten 2021 keinen Support mehr

Wie jedes Jahr müssen sich auch 2021 IT-Abteilungen um Produkte kümmern, deren Support ausläuft. Wir haben eine Liste von Tools zusammengetragen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit –, die in näherer Zukunft die Aufmerksam von IT-Admins benötigen. Darunter finden sich einige Microsoft-Lösungen wie Dynamics NAV 2016, Dynamics AX 2009, AX 2012 sowie AX 2012 oder Sharepoint Server 2010. Auch für Nutzer von Skype for Business Online und IE wird die Zeit knapp. Ausserdem wird Atlassian bald keine neuen Lizenzen mehr für seine Server-Produkte verkaufen.

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