Die IT-Woche:

15. November 2019, 16:45
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Drei Manager im Karussell, eine Ransomware-Attacke, ein Grossauftrag des Bundes für Oracle und… eine grosse Hausmitteilung.

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 46 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
Der neue BIT-Direktor ist gewählt
Der Bundesrat hat den neuen Direktor des Bundesamts für Informatik und Telekommunikation BIT gewählt: Es ist der interimistische BIT-Chef Dirk Lindemann. Lindemann ist seit rund 12 Jahren bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV und dort seit Mitte 2015 in der Funktion des Vizedirektors und Hauptabteilungsleiters. Er will gleichzeitig effizienter werden und Kosten sparen, aber auch neue Themen anpacken, bei denen der Bund "noch nicht so gut aufgestellt ist". Der neue BIT-Chef nannte KI, Blockchain, Big Data, SaaS, Hybrid-Modelle und Devops als Stichworte.
Stobag: Es war eine Ransomware
Ende Oktober wurde die Produktion in Muri des Storen-Herstellers aufgrund eines Hackerangriffes zwischenzeitlich lahmgelegt. Da man die internationalen Standorte vom Hauptsitz in Muri aus steuere, habe man auch diese vom Netz genommen, erklärte uns Chief Product Officer Rebecca Stich. Eingedrungen sind die Hacker in der Nacht auf den 28. Oktober. Es habe sich um eine Ransomware gehandelt, bestätigt Stich. Daten seien keine geklaut worden. Wie die Hacker eingedrungen seien, könne man noch nicht sagen. Dies werde noch untersucht.
Chef der Thurgauer Informatik freigestellt
Leo Kuster, Chef des Amtes für Informatik (AFI) des Kantons Thurgau, wird im gegenseitigen Einvernehmen per sofort freigestellt. Laut einer Stellungnahme des Departements für Inneres und Volkswirtschaft liege der Grund "in der unterschiedlichen Auffassung über die zukünftige Führung des Amtes". Genauere Gründe nennen die Zuständigen keine und verweisen darauf, dass die Parteien Stillschweigen vereinbart hätten. Kuster war seit August 2013 Chef des AFI und zuständig für den Betrieb aller IT Systeme ebenso wie für die neue IT-Strategie des Kantons.
166-Millionen-Zuschlag für Oracle Schweiz
An der Täfernstrasse 4, 5404 Baden-Dättwil darf man sich freuen: Die dort ansässige Oracle-Schweiz-Niederlassung kann dem Bund bis zu 166 Millionen Franken verrechnen. Die Summe verteilt sich auf einen Grundauftrag über 16 Millionen Franken und die Beschaffung der zugehörigen Optionen könnte bundesweit bis zu 150 Millionen Franken kosten. Der Zuschlag an Oracle umfasst Software, Hardware, Dienstleistungen, Wartung und Support für den Zeitraum 2020 bis Ende 2024.
CIO Martin Wettstein hat Swica verlassen
Der Informatik-Chef von Swica, Martin Wettstein hat den Versicherer auf Anfang November verlassen. Interimistisch hat Christof Dornbierer die Leitung des Departements Informatik bei Swica übernommen, bestätigt das Unternehmen auf Nachfrage. Die Suche nach einem Nachfolger laufe. Wettstein wurde 2013 zum Leiter der Swica-IT-Abteilung und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt.
Hausmitteilung: Hilfe, wir werden verkauft!
Wir haben gut hingeschaut, als 2015 das reine Online-Medium 'Medinside' in Winterthur aus der Taufe gehoben wurde. Wie inside-it.ch fokussiert das Magazinn auf eine Branche, nämlich das Gesundheitswesen. Die beiden Gründer und Mehrheitsbesitzer unseres Verlags, Hans Jörg Maron und Christoph Hugenschmidt, haben schliesslich das Gespräch mit dem Besitzer gesucht und nun eine Einigung erzielt: Wir wurden verkauft! Alle Mitarbeitenden von inside-it.ch und inside-channels.ch bleiben an Bord. Die Geschäftsleitung des Verlags wird hingegen mit Joel Herde neu besetzt, der bereits heute den Verlag von 'Medinside' führt.

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