Die IT-Woche:

20. Dezember 2019, 15:45
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Awareness-Märchen zur Weihnachtszeit, die QR-Rechnung kommt im neuen Jahr und nach Silvester setzt die Bundesverwaltung auf DeepL.

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 51 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
#Security: 3 Security Awareness-Märchen
Was ist das grösste Sicherheitsrisiko? Eine komplexe Frage, auf die uns die Google-Suche eine scheinbar einfache Antwort gibt: Der Mensch. Auch Umfragen unter Security-Expertinnen und -Experten zeigen seit Jahren immer wieder, dass der Faktor Mensch als hohes Risiko wahrgenommen wird. Die Expertenwelt ist sich einig, es muss etwas getan werden. Katja Dörlemann, Awareness-Spezialistin bei Switch, erläutert in einer Kolumne Strategien und Lösungsansätze.
Im Juni kommen die QR-Rechnungen
Ab dem 30. Juni 2020 dürfen Rechnungssteller die neuen QR-Rechnungen verschicken. Da sie damit ihre internen Abläufe vereinfachen können, dürften viele Rechnungssteller rasch die neuen QR-Einzahlungsscheine einführen. Und wer diese Rechnungen erhält, muss sie auch bezahlen können. Aber viele KMU, so glaubt der Bund, sind noch nicht darauf vorbereitet oder haben sich noch nicht einmal mit dem Thema befasst. Insbesondere alle Unternehmen, die eine Buchhaltungssoftware verwenden, müssen sicherstellen, dass sie auf QR-Rechnungen vorbereitet sind, heisst es in einer aktuellen Mitteilung des Bundes.
Melani warnt vor dem Einsatz obsoleter Microsoft-Software
Eigentlich sind die Termine schon seit Jahren bekannt: Am 14. Januar 2020 beendet Microsoft den Normal-Support für seine mittlerweile zehn Jahre alten Produkte Windows 7, Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2. Schon am 9. Juli 2019 endete der Support für SQL Server 2008 und SQL Server 2008 R2. Trotzdem fühlt sich die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (Melani) zu einer Warnung veranlasst. Und das wohl mit gutem Grund, denn all diese Produkte werden in der Schweiz auch jetzt noch in nicht unerheblichem Mass verwendet. Melani warnt, dass Cyberkriminelle diese Systeme ab Mitte Januar verstärkt ins Ziel nehmen werden, beispielsweise für Ransomware-Attacken.
Bundesverwaltung beschafft DeepL für Übersetzungen
Ab Januar 2020 steht den Departementen ein Übersetzungsprogramm zur Verfügung. Die Generalsekretärenkonferenz der Departemente hat die Bundeskanzlei am Montag beauftragt, eine Firmenlizenz "DeepL Pro Starter mit IP-Zugang" zu beschaffen. Die Sprachdienste der Bundesverwaltung übersetzen jährlich rund 270'000 Seiten. Die Kosten für die 2000 Lizenzen der Software Pro belaufen sich auf rund 39'000 Franken pro Jahr. Bei der Übersetzung von Fachtexten könne die maschinelle Übersetzungslösung eine begleitende Unterstützung bieten, schreibt die Bundeskanzlei. Eine Übersetzung durch die Sprachdienste sei aber nach wie vor notwendig, um die erforderliche Qualität zu erhalten.
Spital Wetzikon wehrt Malware Emotet fast unbeschadet ab
Das Spital Wetzikon, das die medizinische Grundversorgung von rund 55'000 Personen im Zürcher Oberland sicherstellt, wurde Opfer eines Hackerangriffs. Offenbar mussten medizinische Geräte vorübergehend vom Netz genommen werden, nachdem das Regionalspital mit Emotet attackiert worden war. Mit grösster Sicherheit sei der Angriff via E-Mail erfolgt, das Word-Dokumente mit böswilligen Makros enthalten habe, heisst es seitens des IT-Dienstleisters des Spitals. Beim Emotet-Angriff wurden offenbar keine Daten verschlüsselt. Dies wäre erst nach mehreren Phasen erfolgt, in denen der Schädling persönliche Daten erbeutet und zusätzliche Malware nachgeladen hätte.
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