Die IT-Woche 22

29. Mai 2020, 15:30
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Der SBB-CIO, eine Swisscom-Störung, ein Pentest und eine Umfrage zu Agile sorgten diese Woche für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt

CIO übernimmt neue Funktion in der SBB

Peter Kummer, aktuell CIO und Mitglied der Konzernleitung der SBB, übernimmt die Leitung von SBB Infrastruktur. Er löst per Mitte August Jacques Boschung ab. Der 54-jährige Kummer ist seit September 2009 CIO und seit 2013 Mitglied der SBB-Konzernleitung. Zuvor war er 2007 als Chief IT Architect zur Firma gestossen. Er hat Betriebswirtschaft und Informatik studiert. Die Funktion als CIO wird Jochen Decker interimistisch übernehmen. Er ist aktuell stellvertretender Infromatikchef und Leiter der Abteilung "Digitalisierung und Architektur". Decker arbeitet seit mehr als 12 Jahren bei der SBB.

Umfrage: Die Vor- und Nachteile des Homeoffice

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Gewerkschaft Syndicom zeigt: 90 Prozent der Befragten würden die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, gerne nutzen – allerdings als Ergänzung zur Arbeit vor Ort. Syndicom fordert nun zeitgemässe Regelungen etwa in Sachen Finanzierung des Arbeitsplatzes, Gesundheitsschutz und Arbeitszeit. Wie ist die Situation in der IT-Branche? Überwiegen im Homeoffice die Vor- oder die Nachteile? Was sind die grossen Hürden? Wie zufrieden sind unsere Leserinnen und Leser, die zu Hause arbeiten? Wir möchten dies gerne erfahren. Machen Sie mit bei unserer kurzen Umfrage.

Wieder eine grosse Swisscom-Störung

Im Swisscom-Netz ist es am 26. Mai zu einer gravierenden Panne gekommen. Ab etwa 11.50 Uhr war das Telefonieren über das Mobil- und Festnetz beeinträchtigt, wie Swisscom bestätigte. Der Grund für den dreistündigen Ausfall waren Erneuerungsarbeiten an einem Mobilfunksystem. Kunden seien auf neue Systeme migriert worden. Dabei habe "ein unerwartetes Software-Verhalten von Netzwerkgeräten" zu einer Überlast bei der Mobiltelefonie geführt, teilte Swisscom am Tag darauf mit. Es handelt sich bereits die vierte grössere Panne im Swisscom-Netz im laufenden Jahr. Allein im Januar und Februar hatte es drei Unterbrüche innerhalb weniger Wochen gegeben. Das rief das Bundesamt für Kommunikation auf den Plan. Es kündigte eine Untersuchung an und wollte Massnahmen ergreifen.

Der Pentest des Schweizer Proximity-Tracing-Systems beginnt

Ab sofort können alle Interessierten die erste Version des Schweizer Proximity-Tracing-Systems auf Security-Lücken überprüfen. Der öffentliche Pentest basiert auf der Veröffentlichung des Source Codes auf Github und dient laut BAG dazu, "einen maximal möglichen Schutz der Privatsphäre der App-User sicherzustellen". Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) nimmt die Testergebnisse via Online-Formular entgegen, auf dem man den Schweregrad der gefundenen Lücke via CVSS bewerten kann. Das NCSC analysiert die Eingaben und aktualisiert täglich, was an Erkenntnissen eingetroffen ist. Man habe "den Anspruch auf volle Transparenz", schreiben die Verantwortlichen dazu.

"Nicht so agil, wie Sie dachten (noch)"

Transformation, agile, Product Engineering (Link zwischen Business und IT), Testing und DevOps bilden die grossen Themenblöcke des diesjährigen "Trends & Benchmarks-Reports Switzerland" von SwissQ. Angesichts der Dutzenden von Grafiken, Begriffen und Aussagen scheinen uns der aktuelle Status der agilen Transformation und damit verbundene "Herausforderungen" von allgemeinem Interesse zu sein. Und der Status lautet "nun ja, zum Fliegen kommt das Konzept in der Schweiz nach wie vor nicht". Dafür gebe es spezifische Gründe, so die Befragten.

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