Die IT-Woche 25

19. Juni 2020, 15:48
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Ein vermeintlicher DDoS-Angriff, ein Konkurrent für Twint und Linus Torvalds sorgten diese Woche für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.

Torvalds: Nächster Linux-Release wird "einer der grössten überhaupt"

"Ich habe das nicht wirklich erwartet. Aber es sieht so aus, als ob 5.8 einer unserer grössten Releases aller Zeiten werden wird." Dies schreibt Linus Torvalds in einem Kommentar zum kommenden Linux-Kernel-Release, der ungefähr Mitte August freigegeben werden könnte. Laut Torvalds wurden dieses Mal rund 20% der Files des Linux-Kernels geändert. Der Release weise "mehr oder weniger überall" Änderungen auf. Man habe "tonnenweise" Arbeit in fundamentale Änderungen und ein "Aufräumen" des Kerns investiert, aber auch im Bereich Filesysteme gearbeitet. Darüber hinaus gebe es die üblichen Treiber-Updates.

Swisscom-Angestellte bleiben lieber daheim

Swisscom hat die Mitarbeitenden gefragt, was sie vom Homeoffice halten. Die 'Handelszeitung' hatte Einsicht in die Resultate. 90% der 10'000 teilnehmenden Mitarbeitenden antworteten, sie seien mit dem Homeoffice zumindest zufrieden oder gar sehr zufrieden. Und weil dem so ist, wollen die Telco-Angestellten eigentlich am liebsten nicht mehr ins Büro, sondern drei bis vier Tage pro Woche zu Hause bleiben. Dies nicht nur wegen der wegfallenden Reisezeiten, sondern auch weil man daheim besser und effizienter sei. Die Resultate der internen Swisscom-Umfrage ähneln denjenigen unserer Leser-Umfrage

Zero-Day-Lücken: Hunderte Millionen von IoT-Geräten bedroht

Die Security-Firma JSOF hat insgesamt 19 angreifbare Schwachstellen in Code gefunden, der dazu dient, IoT-Geräte ans Internet anzuschliessen. Offenbar sind hunderte Millionen von Geräten von über 500 Herstellern davon bedroht: vom medizinischen Gerät über Drucker bis zum industriellen Steuerungsmodul. Die israelischen Forscher haben die Sammlung von Lücken auf den Namen Ripple20 getauft. Mehrere der Lücken erlauben es Angreifern, beliebigen Code auf Zielgeräten auszuführen.

Whatsapp drängelt in den Markt von Twint

Whatsapp stösst in den Markt für P2P-Paymentlösungen vor. Ein entsprechendes Feature wird in Brasilien ausgerollt. "Wir freuen uns schon darauf, diese Funktion für alle Menschen verfügbar zu machen", so die Facebook-Tochter Whatsapp. Die Zahlungen basieren auf Facebook Pay. So sollen die hinterlegten Kartendaten in der gesamten App-Familie von Facebook eingesetzt werden können. Für Privatpersonen ist die Nutzung kostenlos, wer als Unternehmen Zahlungen empfangen möchte, muss eine Bearbeitungsgebühr bezahlen.

Nein, die USA erlitten keinen riesigen DDoS-Angriff

Nach aufgeregten Berichten über einen möglichen, gross angelegten DDoS-Angriff auf mehrere Unternehmen in den USA, stellte sich heraus, dass es sich "lediglich" um eine Störung handelte – mit weitreichenden Folgen. "Es beginnt mit T-Mobile. Sie haben heute einige Änderungen an ihren Netzwerkkonfigurationen vorgenommen. Leider ist es schlecht gelaufen", twitterte Cloudflare-CEO Matthew Prince. T-Mobile bestätigte, dass Störungen im Netz aufgetreten seien. Ein paar Tage später hiess es vom Unternehmen, die Probleme seien auf den Ausfall einer Glasfaserleitung zurückzuführen, die von einem Drittanbieter im Südosten der USA gemietet worden sei.

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