Die IT-Woche 29

17. Juli 2020, 15:30
  • rückblick
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Viel IT-Hilfe für Zürich, IT-Wiedereinsteigerinnen bei der SBB und das verzögerte EPD sorgten diese Woche für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.

Kanton Zürich holt sich IT-Unterstützung für 40 Millionen FrankenKanton Zürich holt sich IT-Unterstützung für 40 Millionen Franken

Im Rahmen seiner neuen IT-Strategie hat der Kanton Zürich im April 2020 eine Ausschreibung publiziert. Gesucht wird darin eine ganze Palette an IT-Know-how: Projektleiter, Experten in Sachen Virtualisierung, Messaging, IAM, Security und Netzwerk sowie Collaboration sollen an Bord geholt werden. Nun hat der Kanton die Zuschlagsentscheide gefällt. Dabei wurde in jedem der 17 Lose jeweils drei Unternehmen der Zuschlag erteilt. Über alle Lose hinweg beläuft sich das Volumen auf gut 40 Millionen Franken.

SBB holt IT-Wiedereinsteigerinnen an Bord

Aktuell beschäftigt die SBB rund 1300 interne IT-Mitarbeitende. Der Bedarf an IT-Leistungen im Bahnbetrieb steige aber stetig. Deshalb rekrutiere die Bahn jährlich rund 100 neue Fachleute, 2019 seien es gar knapp 200 gewesen. Eine Initiative der SBB soll Frauen den Wiedereinstieg in die IT erleichtern – etwa nach einer längeren Abwesenheit aufgrund der Familienplanung. Im Programm "Back to Business" sollen ausgebildete Informatikerinnen in einem Teilzeitpensum im Unternehmen wieder auf den neusten Stand der IT gelangen.

Die Migros Group hat einen neuen CIO

Martin Wechsler ist seit Mai CIO des Migros Genossenschaftsbundes. Er folgt auf Martin Haas, der sich selbständig macht und der Migros noch bis Juli 2020 beratend zur Seite steht. Wechsler kommt von der Mobiliar, wo er vorerst fast vier Jahre die Applikationsentwicklung leitete und schliesslich knapp drei Jahre als Agile Leader und IT Program Manager tätig war. Der ETH-Informatiker schafft nun mit Enterprise Architecture einen neuen Managementbereich in der IT der Migros und sucht dafür deinen CTP.

Apobank schaltet nach IT-Schlamassel externe Prüfer ein

Am Pfingstwochenende migrierte die deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) in einem "Big Bang" auf ein neues Kernbankensystem. Die Umstellung der IT – von Avaloq und DXC durchgeführt – hat zu erheblichen Problemen geführt. Bis heute, rund sechs Wochen später, konnten noch nicht alle Probleme gelöst werden. Mittlerweile habe man aber die im Zuge der IT-Migration aufgetretenen Einschränkungen grösstenteils beseitigen können, schreibt die Bank auf Anfrage, ohne auf Details einzugehen. Nun wurden zudem externe Prüfer eingeschaltet, die das gesamte IT-Projekt beurteilen sollen.

Elektronische Patientendossiers kommen frühestens 2021

Das EPD (elektronische Patientendossier) entwickelt sich immer mehr zur "never ending story". Jetzt steht die nächste Verschiebung der Einführung an. Der ursprüngliche Starttermin war der 15. April 2020. Den musste das Bundesamt für Gesundheit aber bereits auf den Herbst dieses Jahres verschieben. Nun wurde bekannt, dass mit dem EPD frühestens im nächsten Jahr zu rechnen ist. Es hapere bei der Zertifizierung der IT-Lösungen, wird als Grund angegeben. Wir haben bei Verantwortlichen nachgefragt.

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