Die IT-Woche 3

17. Januar 2020, 16:30
  • it-woche
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Ein Zuschlag der Post, neue iPhones für das Unispital Zürich und ein milliardenschweres Fintech sorgten diese Woche für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.

Gerüchte und Ärger über Post-Beschaffung machen die Runde

Ein Zuschlag der Post sorgt in der Branche für mehr Frust als üblich. Gleich mehrere Anbieter und mögliche Anbieter äussern sich kritisch zum 30-Millionen-Auftrag für Datacenter-Infrastruktur, der nach einer langen, nämlich rund 10 Monate dauernden Ausschreibung an Netcloud und Pure ging. Mehrere Vorwürfe stehen im Raum. Der erste: Netcloud/Pure erfüllen ein Muss-Kriterium der Ausschreibung nicht, aber hätten den Zuschlag trotzdem erhalten. Wir haben bei den beteiligten Parteien nachgefragt.

Unispital Zürich ersetzt Personal-Handys bereits nach einem Jahr

Das Unispital Zürich (USZ) ersetzt für 11,5 Millionen Franken die Handys für seine Angestellten. Erst 2018 hatte das Spital persönliche tragbare Telefone für das Personal beschafft und dafür 350'000 Franken ausgegeben. Diese Feature Phones seien aber von Anfang als Übergangslösung gedacht gewesen, hält das USZ fest. Mittlerweile seien medizinische Apps dazu gekommen. Im neuen Vertrag sei nicht nur die Beschaffung der Geräte über die kommenden vier Jahre inbegriffen, sondern auch die Abos. Mit der Beschaffung lege man ausserdem die Grundlagen für den Einsatz weiterer Applikationen, so die Medienstelle gegenüber dem 'Tages-Anzeiger'. 

Visa schluckt API-Fintech Plaid für 5,3 Milliarden Dollar

Der Kreditkartenriese Visa übernimmt für 5,3 Milliarden Dollar das US-Fintech-Unternehmen Plaid. Dabei handelt es sich um einen Anbieter einer API-Plattform, über die Fintechs ihre Apps mit Banken oder Lieferanten von Finanzinformationen verbinden können. Das Unicorn finanziert sich durch die Gebühren, die das Unternehmen für den Anschluss von den Fintech-Apps verlangt. Seit letztem Herbst ist das US-Fintech auch in Europa aktiv, insbesondere in Grossbritannien, Frankreich und Spanien. Zu den europäischen Banken, für das Unternehmen bereits Schnittstellen anbieten kann, gehören BBVA, Caixa und Santander sowie BNP Paribas, Societe Generale und La Banque Postale.

Was Kunden von ihren Schweizer Banken möchten

Investieren Schweizer Retailbanken in digitale Services, die für ihre Kunden interessant sind? Diese Frage will die "Trendstudie Banken" der Hochschule Luzern mit ti&m beantworten und vergleicht dazu Kundenwünsche und -prioritäten mit den Angeboten und Prognosen von Banken. Das A und O für Kunden ist und bleibt das E-Banking, so ein Ergebnis. Kunden legen zudem Wert auf eine E-Signatur und auch mit biometrischer Authentifizierung können sie sich immer mehr anfreunden. Die Studie fragte ausserdem danach, welche Technologien für Banken heute schon relevant sind und ob sie es auch bleiben werden.

Glarner Kantonalbank holt SIX-Managerin für das Softwaregeschäft

Die Glarner Kantonalbank hat eine IT-erfahrene Managerin in die Geschäftsleitung berufen. Michaela Ernst wird ab dem 1. August 2020 die "Kreditfabrik" leiten. Dort werden die B2B-Aktivitäten wie auch die Softwareentwicklung sowie der Verkauf der GLKB-Lösungen abgewickelt. Ernst folgt auf Marcel Stauch, der zur Thurgauer Kantonalbank wechselt und dort den Bereich "Services" übernimmt. Die Managerin bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Finanzbranche und in der IT mit und stösst von SIX zur Kantonalbank.

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