Die IT-Woche 33

14. August 2020, 15:00
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Unsere Analyse der arbeitslosen IT-Fachkräfte, das Walliser IAM und ein Geburtstag sorgten vergangene Woche für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.

Welche Informatiker im Kanton Zürich stempeln gehen

Es sind nicht die "50plus", die sich nun vermehrt beim RAV melden, sondern zuerst Jüngere mit einem höheren Abschluss. Das zeigen unsere exklusiven Analysen der Arbeitslosenzahlen des Kantons Zürich. Die Zahl arbeitsloser Informatiker stieg vor allem bei den 20- bis 34-Jährigen im Juni höher als in den beiden Vorjahren. In absoluten Zahlen waren die meisten stempelnden Informatiker zwischen 35 und 49 Jahre alt. Weiter zeigt sich, dass die "Akademiker" viel zahlreicher arbeitslos gemeldet sind als die "Techniker". Zwei Drittel der Arbeitslosen sind in "akademischen Berufsfeldern" und sie wären nach allgemeiner Meinung speziell begehrt – denn 50% aller Stellensuchenden haben einen Uni-, FH- oder HF-Abschluss.

"Hohes Risiko": Experte findet Lücke im IAM des Kantons Wallis

Das kantonale Finanzinspektorat (FI) ist das oberste Verwaltungsorgan der Finanzkontrolle des Kantons Wallis. Es hat kürzlich seinen Jahresbericht veröffentlicht und auf Mängel hingewiesen. Die Prüfenden entdeckten aber nicht nur Finanzmängel, sondern auch eine Sicherheitslücke in der kantonalen IT. So ist eine Schwachstelle im Identity- und Access-Management (IAM) erkannt worden. Ein externer Experte fand die Lücke im einzigen Portal, das den staatlichen Partnern den Zugang zu Leistungen des Kantons ermöglicht. Das digitale Identitätsmanagement durch die Walliser Regierung müsse nun überarbeitet werden, da es nicht mehr geeignet sei, die zukünftigen Anforderungen im Bereich E-Government zu bewältigen, heisst es unmissverständlich von Seiten der FI.

Wie Homeoffice das BIT herausforderte

Lief die Homeoffice-Umstellung der Bundesverwaltung rund? Ging sie zulasten von Projekt-Deadlines? Wir haben nachgefragt. Hauptsächlich würde noch das in die Bundesumgebung integrierte Skype vor Business genutzt. "Als Backup für Skype hat das BIT den Kunden, die dies wünschten, zusätzlich Microsoft Teams zur Verfügung gestellt mit dem Hinweis, dass der Inhalt bis maximal Stufe 'intern' geteilt werden darf", so das BIT. Zusätzliche Massnahmen für das Homeoffice seien nicht notwendig gewesen. Es seien beim Amt zum Bespiel keine gezielten Phishing-Angriffe auf Bundesangestellte bekannt. Auch habe man die regulären Aufgaben im Betrieb und in den Projekten grösstenteils normal und ohne nennenswerte Verzögerungen weiterführen können.

Iranische Hacker greifen F5-Lücke an

Ende Juli warnten das deutsche Bundesamt für Informationssicherheit (BSI) und das US-CERT, dass Hacker eine gefährlichen Sicherheitslücke in den Big-IP Advanced Delivery Controllern (ADC) von F5 Networks aktiv angreifen würden. F5 hat bereits Anfang Juli einen Patch für diese Lücke veröffentlicht. Nun warnt das FBI US-Unternehmen, dass eine wahrscheinlich vom iranischen Staat gesponsorte Hackergruppe weiterhin diese Schwachstelle ausnützt, um in die Systeme von Behörden und Unternehmen einzudringen. Wie das FBI betont, ist es dringend notwendig, noch ungepatchte Big-IP-ADCs jetzt zu sichern. Unternehmen sollten aber vorsichtshalber davon ausgehen, dass die Hacker bereits im System sind, auch wenn diese Unternehmen ihre F5-ADCs schon gepatcht haben.

Der Vater des Personal Computers wird 70

Der erste brauchbare Personal Computer, der Apple I, wurde von einem einzigen Menschen erfunden und entwickelt: Steve Wozniak. Der Tüftler, der nun 70 Jahre alt wurde, bildete beim Aufbau von Apple den Gegenpol zu seinem visionären Kumpel Steve Jobs. "Woz war der erste Mensch, den ich traf, der mehr über Elektronik wusste als ich", sagte Jobs später. Beim Design der Platine des Apple II erwies sich "Woz" als Genie, denn ihm gelang es, mit unvorstellbar wenigen Bauteilen auszukommen. Die Zusammenarbeit der beiden Steves dauerte aber nicht mehr lange: Im Februar 1981 verunglückte der Hobby-Pilot Wozniak beim Start eines Kleinflugzeugs. Danach nahm sich Woz eine Auszeit von Apple. 1983 kehrte er zurück, aber nur um sich 1985 endgültig zu verabschieden. Formal ist Wozniak aber bis heute Angestellter von Apple und bezieht ein symbolisches Gehalt.

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