Die IT-Woche 37

11. September 2020, 15:15
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Hohe Zoogler-Löhne, ein Spital-CIO, eine Neobank der CS und ein Abgang bei Neon sorgten diese Woche für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.

Wieviel verdienen eigentlich "Zoogler"?

Informationen über Gehälter bei Google zu bekommen, ist nicht ganz einfach, weil das Unternehmen selbst keine Angaben dazu macht. Aber selbst der Internetriese kann nicht verhindern, dass einige Angestellte Angaben über ihre Löhne veröffentlichen, um Vergleiche anstellen zu können. Solche Angaben findet man beispielsweise auf der internationalen Lohnvergleichsplattform Levels.fyi, auf der auch einige Zürcher Google-Angestellte ihre Löhne veröffentlicht haben. Die vorherrschende Meinung, dass Google seinen "Zooglern" ziemlich gute Gehälter bezahlt, scheint sich dort zu bestätigen.

KSW schafft Bereich für die Digitalisierung

Früher präsentierte sich die Informatik-Abteilung in den Spitälern noch hauptsächlich als unterstützender Prozess. Im Zeitalter der Digitalisierung wandelt sich das Aufgabengebiet aber mehr und mehr zur einer Managementaufgabe. Die Universitätsspitäler Basel, Bern und Zürich etwa kennen schon seit geraumer Zeit die Funktion als Chief Information Officer, "Digitalisierungschef" oder "Direktor Technologie und Innovation", angesiedelt auf höchster Ebene in der Spitalleitung. Auch das Kantonsspital Winterthur siedelt Informatik nun auf höchster Ebene an. Dies geht aus einem Jobinserat hervor, in dem das KSW einen CIO für den neu geschaffenen Direktionsbereich "Prozessgestaltung und Digitalisierung" sucht.

Credit Suisse lanciert eine Neobank Plus

Die Grossbank Credit Suisse lanciert ein Konkurrenz-Produkt zu den Neobanken wie Revolut, Neon oder N26. Das Angebot namens CSX soll ab Ende Oktober 2020 verfügbar sein. Und es soll deutlich mehr sein, als eine weitere Neobank, unterstrich Anke Bridge, die Digitalchefin der Bank. Man wolle mit CSX das ganze Angebot und die Qualität der Credit Suisse in eine App bringen. Vorerst werden mit CSX ein Privat-Konto sowie eine onlinefähige Debit-Mastercard zur Verfügung gestellt. Sukzessive soll die Palette aber ausgebaut und um Anlage-, Vorsorge- und Hypothekenlösungen ergänzt werden. Das Angebot wird mit einem neuen Konzept für Geschäftsstellen ergänzt.

Mitgründer verlässt Fintech Neon

Michael Noorlander, einer der vier Co-Founder der Mobile-Bank Neon, hat das Unternehmen verlassen. "Es waren hauptsächlich persönliche Gründe, die zu diesem Entscheid geführt haben, der mir im Übrigen gar nicht leicht gefallen ist", erklärt Noorlander. Was er als Nächstes machen werde, ist noch offen. Grundsätzlich habe er Lust, sich weiterhin im Innovations- oder Startup-Bereich zu engagieren. Noorlander behält offenbar seine Anteile an Neon. Er wolle sich nicht von seinen Co-Gründern Simon Youssef, Julius Kirscheneder und Jörg Sandrock ausbezahlen lassen.

Informatik-Fachkräftemangel soll sich in der Schweiz weiter verschärfen

Die Schweizer Wirtschaft benötige bis 2028 insgesamt 117'900 zusätzliche ICT-Fachkräfte, prognostiziert ICT-Berufsbildung Schweiz. Damit wachse die Nachfrage noch stärker als erwartet. "Dies ist eine enorme bildungspolitische und gesamtwirtschaftliche Herausforderung, die nach ausserordentlichen Massnahmen verlangt", schlägt der Verband Alarm. So müsse sichergestellt werden, dass "auf einfache Art und Weise die benötigten spezialisierten ICT-Fachkräfte aus dem Ausland beschafft werden können." Die gesamte Schweizer Wirtschaft müsse gleichzeitig deutlich mehr in Aus- und Weiterbildung investieren als bislang.

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