Die IT-Woche 40

2. Oktober 2020, 15:15
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Probleme bei Microsoft, ein Angriff auf SwissSign und die Erneuerung von Simap sorgten diese Woche für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.

SwissSign: "Wir waren mit neuem Muster von DDoS-Angriffen konfrontiert"

Vom 31. August bis zum 8. September 2020 um 10.40 Uhr musste die SwissSign Group DDoS-Angriffe abwehren. Dies bestätigte die Firma und lieferte uns einen detaillierten Bericht zu den Vorfällen ab. Dieser gibt einen interessanten Einblick, wie komplex eine DDoS-Abwehr sein kann, und warum nicht einfach spontan ein Service wie Cloudflare vorgeschaltet und zum Alltag übergegangen werden kann. Neun Tage dauerte die orchestrierte DDoS-Attacke auf die Firmengruppe insgesamt. Betroffen waren auch die Services von Dritten, darunter Postfinance und Proton Technologies, Anbieter von Protonmail.

Prantl behauptet: Xing ist tot, lang lebe Linkedin?

Unser Kolumnist hat sein Premium-Account bei Xing gelöscht und nutzt die Plattform kaum mehr. Denn, es gibt ja Linkedin. Die US-Plattform hat sich auch in der Schweiz sukzessive hochgearbeitet und vernetzt die Schweizer Tech- und IT-Szene. Nun aber muss sich Urs Prantl auf Linkedin seit einigen Wochen mit den altbekannten Xing-Problemen herumschlagen. Welche das sind, ist in seiner aktuellen Kolumne zu lesen.

Microsoft kämpft mit Azure Active Directory Service

Nutzer von Microsoft 365 wie auch einige Azure-Kunden weltweit hatten in der Nacht auf Dienstag, 29. September ab etwa 23 Uhr (MEZ) mit Störungen zu kämpfen. Wahrscheinlich lag dem ein Problem im Azure Active Directory Service zugrunde. Aber auch nachdem die Änderung rückgängig gemacht worden sei, hätten die Entwickler von Windows und Office keine "Zunahme erfolgreicher Verbindungen" beobachten können, so Microsoft. Einige Tage später erklärte das Unternehmen, dass wegen eines latenten Code-Defekts ein Update direkt in die produktive Umgebung eingespielt worden sei. 

Bestätigt: Eine ganze Spital-Kette in den USA wurde gehackt

"Universal Health Services, erlebte in den frühen Morgenstunden des 27. September 2020 einen Zwischenfall in der IT-Sicherheit. Infolgedessen suspendierte das Unternehmen den Benutzerzugang zu seinen IT-Anwendungen in den USA." Dies bestätigte der grosse US-Gesundheitsanbieter UHS, nachdem die Spatzen genau dies via Reddit und Twitter längst von den Dächern pfiffen. Man habe bis anhin keine Indizien, dass Patienten- oder Angestelltendaten kopiert oder gelöscht worden seien. Der Betrieb gehe nun mit "etablieren Back-up-Methoden weiter", erklärte die Firma mit 90'000 Angestellten zwischen Florida und Alaska.

Budget 6,9 Millionen: Das neue Simap geht in die nächste Runde

Ein erstes Relaunch-Projekt für die Beschaffungsplattform Simap ging schief, Anfang 2020 startete dann ein neuer Versuch. Die Initialisierungsphase nach "Hermes" begann am 30. März 2020 und nun wurde die Ausschreibung für Unternehmensberatung und zugehörige Tätigkeiten als "Projektführung für das IT-Projekt 'KISSimap.ch'" publiziert. Eine Studie hat zuvor eine Individualentwicklung für die Vergabeplattform empfohlen. Dies, weil viele der Anbieter von Standardsoftware keine Erfahrungen mit den spezifischen Anforderungen der Schweiz wie zum Beispiel Gesetzgebung, Mehrsprachigkeit und Föderalismus hätten.

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