Die Kryptobörse von SIX braucht einen neuen Chef

15. August 2019, 13:37
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Martin Halblaub, der "Start-CEO" der geplanten digitalen Börse SIX SDX tritt von diesem Amt zurück.

Martin Halblaub, der "Start-CEO" der geplanten digitalen Börse SIX SDX tritt von diesem Amt zurück.
Wie 'Swissinfo' aufgrund eines internen Memos der Six Group berichtet, wird Martin Halblaub ab Ende August nicht mehr als CEO der geplanten "Swiss Digital Exchange" der SIX Group (SIX SDX) amtieren. Sein Job wird ab dem 1. September vorerst interimistisch von Tomas Kindler, gegenwärtig Chef Securities and Exchanges bei SIX, übernommen und die Gruppe beginnt mit der Suche nach einem neuen permanenten CEO. Ganz einfach könnte es allerdings nicht sein, an diesen Job zu kommen, denn auch dafür sei Kindler, so heisst es im Memo, bereits ein "starker Kandidat."
Halblaub übernahm seinen Posten Anfang dieses Jahres mit einem befristeten Vertrag. Nun wird dieser Vetrag nicht verlängert, er bleibt aber als Berater für SIX SDX an Bord.
Jürg Schneider, Mediensprecher der SIX Group, bestätigte gegenüber inside-it.ch die Story von 'Swissinfo'. Auch die weiteren Informationen der Newsplattform seien korrekt. So hätten sich die SIX Group und Halblaub aufgrund von unterschiedlichen strategischen Vorstellungen entschieden, dass Halblaub nicht weiter als CEO fungieren solle.
Der Zeitplan für den Start der Börse sei aber nicht tangiert. Der Start sei weiterhin für das zweite Halbjahr 2019 angesetzt, so die SIX Group.
Wie Schneider gegenüber inside-it.ch ergänzte, stehe und funktioniere die IT-Plattform für die neue Börse bereits, auch wenn sie noch nicht für Kunden und Partner geöffnet worden sei. Als technologische Basis dient, wie wir bereits berichtet haben, die Corda-Enterprise-Plattform des Bankenkonsortiums R3.
Auf der SIX SDX sollen, wenn sie läuft, digitale Assets wie Kryptowährungen oder Tokens gehandelt werden. Gegenwärtig, so Schneider, sei man daran, mit den Bankenpartnern deren genaue Bedürfnisse und Anforderungen zu besprechen. Nicht alle Banken hätten vor, die gleichen Assets auf die digitale Börse zu bringen, es gehe also um das "Wer, Was, Wie".
Auch mit dem Regulierer, der Finma, befinde man sich "in einem guten Rhythmus" im regen Austausch. (Hans Jörg Maron)

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