Die leise Geburt von Linux 4.0

13. April 2015, 13:18
  • technologien
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Trotz neuer Versionsnummer ein eher kleiner Release, findet Linus Torvalds.

Trotz neuer Versionsnummer ein eher kleiner Release, findet Linus Torvalds.
In der Nacht auf heute hat der "Linux-Vater" Linus Torvalds die neue Version 4.0 des Linux-Kernels freigegeben, wie er ein einem kurzen Blogpost bekannt gibt. Da es keine bekannten Probleme mit der neuen Version des Open-Source-Betriebssystems gebe, habe er sich entschieden, dies dem ursprünglichen Fahrplan gemäss zu tun, obwohl er diese Woche noch auf Reisen gehen müsse. Wenn er sich trotzdem notfallmässig um unerwartet auftauchende Probleme kümmern müsste, käme ihm dies wohl ziemlich ungelegen.
Um den Release von Linux 4.0 wurde kein grosses Aufsehen gemacht. Linux 4.0 sei trotz der neuen Versionsnummer ein eher kleiner Release, so Torvalds. Linux 4.1 werde, wie es sich abzeichne, ein viel grösseres Update sein.
Neue Versionsnummern für eine Software waren früher ein Zeichen für grosse Neuerungen, während "kleine" Releases mit wenig Neuerungen durch Stellen hinter dem Komma angezeigt wurden. Eigentlich hätte die neue Kernel-Version nach früherer Logik wohl eher 3.20 heissen sollen. Aber auch beim Linux-Kernel sollen in Zukunft , ähnlich wie bei Windows, iOS oder Android, neue Versionen eher nach einem zeitlichen Fahrplan geliefert werden, statt jedesmal eine Vielzahl von Änderungen mit sich zu bringen. Linux 4.0, so Torvalds, sei vor allem ein "Stabilitätsrelease", bei dem es nicht darum gehe, mit neuen Features zu experimentieren.
Trotzdem enthält 4.0 rund 10'000 kleine und grössere Änderungen, sogenannte "Commits". Die in Anwenderkreisen wohl meistdiskutierte Neuerung ist, dass es mit der neuen Version möglich wird, gewisse Patches im laufenden Betrieb einzuspielen. Um dies zu ermöglichen wurde neu ein Framework für Suses "Kgraft" und Red Hats "Kpatch" in den Kernel integriert. Laut 'Golem.de' ist der Wert dieser Integration allerdings unter Experten umstritten. (hjm)
(Fotos: Ein junger Kaiserpinguin, von Me-Liss-A.
Startseite: Ein Eselspinguinküken, von Christopher Michel.)

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