Die Luzerner Kantonsverwaltung kriegt UCC

3. Dezember 2018, 23:05
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Die Luzerner Kantonsverwaltung und die Gerichte sollen sich von den traditionellen Telefonen verabschieden.

Die Luzerner Kantonsverwaltung und die Gerichte sollen sich von den traditionellen Telefonen verabschieden. Der Regierungsrat beantragt einen Sonderkredit von 18 Millionen Franken für eine integrierte Kommunikations- und Kollaborationslösung. Diese soll Einsparungen bringen.
Heute kommunizieren die Kantonsangestellten über E-Mail, Intranet und traditionelle Telefonie. Letztere Infrastruktur stammt aus den 1990er-Jahren. Sie sei am Ende ihres Lebenszyklus' angelangt und erfülle die Anforderungen eines digitalen Kantons nicht, schreibt die Regierung in einem Bericht und Antrag ans Parlament.
Mit den integrierten Kommunikations- und Kollaborationslösungen stünden geeignete Werkzeuge zur Abdeckung der neuen digitalen Bedürfnisse zur Verfügung. Den Zuschlag für Lieferung und Betrieb der Unified-Communications-Lösung hat Sunrise schon vor rund zwei Monaten erhalten. Das System soll ab Mitte 2020 in den Rechenzentren des Kantons Luzern betrieben werden.
Die Neuerung sei eine wichtige Voraussetzung für das zentrale Verwaltungsgebäude am Seetalplatz in Emmen, schreibt die Regierung. Denn im geplanten Bau für 1300 Mitarbeitende mit einem Open-Space-Bürokonzept werde es ein traditionelles Telefon auf dem Pult nicht mehr geben. Mit der UCC-Lösung dagegen können die Mitarbeitenden an jedem beliebigen Ort arbeiten.
Weniger Reisen
Auch stehen neue Werkzeuge zur Verfügung wie Videokonferenz, Online-Meeting, Desktop-Sharing, gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten und virtuelle Arbeitsräume. Die für Konferenzen aufzuwendenden Reisezeiten und Reisekosten könnten damit zum Teil vermieden werden.
Ohne Medienbrüche würden die Verwaltungsmitarbeitenden ihre Geschäfte zudem effizienter und schneller bearbeiten. Die Regierung rechnet daher mit jährlichen Einsparungen von 3 Millionen Franken. Dies kompensiere die Betriebskosten, die künftig mit rund 1 Million Franken mehr als doppelt so hoch ausfallen wie heute.
Für die einmalige Investition für die Einführung des neuen Systems beantragt die Regierung 8,4 Millionen Franken. Die wiederkehrenden Kosten für den Betrieb über neun Jahre belaufen sich auf 9,6 Millionen Franken. (sda/hjm)

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