Die neue Buchungs­plattform von Swiss gibt Anlass zu Diskussionen

15. Oktober 2021, 13:37
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Die Migration auf ein neues Buchungssystem verzögerte sich um über 3 Jahre. Ein Fachmagazin berichtet nun von Beschwerden der Kunden. Wir haben bei der Swiss nachgefragt.

Seit 2014 möchte die Lufthansa ihre 4 Töchter auf eine einheitliche Buchungsplattform migrieren. Auch für die Swiss sollen über die zentrale Lösung neben Flügen Zusatzleistungen gebucht werden können. Die Schweizer Tochter hätte 2018 als erste auf die neue Lösung umziehen sollen.
Vieles habe aber nicht wunschgemäss funktioniert, selbst die Ausstellung von Bordkarten habe sich bei Tests als Problem herausgestellt, berichtete 'Aerotelegraph'. Auch das Budget des riesigen Projekts, an dem zeitweise bis zu 130 Informatiker gearbeitet hatten, sei massiv überzogen worden.
Es kam zum Zerwürfnis, wie das Magazin berichtet: 2019 kündigte die Lufthansa den Rahmenvertrag mit Datalex, dem externen Partner für die Softwareentwicklung. Dieser klagte auf Vertragsbruch und forderte Millionen. Im Gegenzug reichte Lufthansa eine Klage auf 9,7 Millionen Euro gegen den IT-Dienstleister ein.
Die Swiss wurde nun aber Ende September, dreieinhalb Jahre hinter dem Zeitplan, migriert. Zudem sei das Projekt redimensioniert worden, so 'Aerotelegraph'. Und das Magazin doppelt nach: Auch jetzt sei der Umzug nicht ohne Probleme gelungen, sondern hätte Vielflieger verärgert. Der Titel des Artikels: "Swiss-Kunden beklagen sich über neue Buchungsseite."
Swiss macht ihrerseits Werbung mit neuen Optionen und Services für die Plattform. Aber läuft sie rund? Auf Anfrage erklärt die Fluggesellschaft: "Wir befinden uns aktuell noch in der Stabilisierungsphase, doch läuft die neue Buchungsplattform auf swiss.com äusserst performant." Es seien keine schwerwiegenden Fehler festgestellt worden, die nicht zeitnahe hätten behoben werden können, versichert ein Firmensprecher.

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