Die neue Rolle der CIOs als "Chef für Digitales"

16. Januar 2013, 14:40
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Weil seit 2011 (endlich) wieder revolutionäre Technologien aufgetaucht sind, sollten CIOs nicht mehr einfach den Fokus auf die Senkung der IT-Kosten zu legen, sagt Gartner.

Weil seit 2011 (endlich) wieder revolutionäre Technologien aufgetaucht sind, sollten CIOs nicht mehr einfach den Fokus auf die Senkung der IT-Kosten zu legen, sagt Gartner.
Wie jedes Jahr hat der US-Marktforscher Gartner im Herbst CIOs weltweit zu ihren Prioriäten für das kommende Jahr befragt. Dieses Jahr nahmen 2053 CIOs aus 36 Branchen und 41 Ländern, die ein totales Budget von 230 Milliarden Dollar (!) repräsentieren, an der Befragung teil. Die Erkenntnisse von Gartner sind - ebenfalls wie jedes Jahr - ausgesprochen interessant.
Mehr Macht für CIOs
Sich rasch ausbreitendende technologisch-gesellschaftliche Phänomene wie soziale Netzwerke, mobile Geräte und Computer-Clouds schaffen Firmen neue Geschäftsgelegenheiten, die Gartner unter dem Begriff "digital" zusammenfasst. Dies bringt den Informatik-Verantwortlichen neue Verantwortungen ausserhalb der angestammten IT-Abteilung. 67 Prozent der befragten CIOs haben signifikante Führungsrollen ausserhalb der IT, viel mehr als noch vor vier Jahren. Fast ein Fünftel der Befragten fungieren auch als "Chief digital Officer", haben also Verantwortung für E-Commerce und digitale Vertriebskanäle.
Die Top-10 technologischen Prioritäten
Gartner befragte die IT-Bosse ebenfalls zu ihren Prioritäten in Sachen Business und in Sachen Technologie für 2013. Dass die Top-Business-Priorität die "Steigerung des Unternehmenswachstums" ist, finden wir etwas belanglos. Was sonst? Spannender finden wir die technologischen Prioritäten, die wir hier auflisten:

  1. Analytics und Business Intelligence
  2. ERP Applikationen

Diese Technologien sollen laut Gartner "disruptiv" sein, also revolutionäre Umwälzungen nach sich ziehen. Die grosse Mehrheit (70 Prozent) der befragten CIOs glaubt, dass mobile Technologien am umwälzensten seien, gefolgt von Big Data, sozialen Medien und öffentlichen Computer-Clouds. Vor allem in Kombination würden diese neuen Technologien "die Welt verändern", glauben die befragten CIOs (zu Recht).
Es geht nun darum, so Gartner, die Fähigkeiten des Informatik-Departements so auszuweiten, dass es nach neuen Geschäftsgelegenheiten jagen und "Werte ernten" kann. "Mit Restrukturierungn, Outsourcing und anderem auf limitierte Budgets zu reagieren, machte von 2002 bis 2011 Sinn, denn es gab wenig innovative Technologien. Sich an die digitale Welt anzupassen und die Firma in sie hineinzuführen, verlangt aber, dass man die Dinge anders angeht. CIOs müssen nachweisen, dass aufkommende Mainstream-Technologien wie Mobile, Big Data, soziale Medien und Cloud-Computing es rechtfertigen, IT-Budgets und Investionen neu anzuschauen", so Gartner-Experte Dave Aron. Recht hat er. (Christoph Hugenschmidt)

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