Die neue RZ-Welt gemäss Intel: Flash Disks, FCoE

19. September 2007, 09:22
  • rechenzentrum
  • intel
image

Viel schneller und stromsparender als herkömmliche Harddisks: Intel glaubt, dass "Solid-State-Disks" trotz des hohen Preises in Rechenzentren beliebt sein werden.

Viel schneller und stromsparender als herkömmliche Harddisks: Intel glaubt, dass "Solid-State-Disks" trotz des hohen Preises in Rechenzentren beliebt sein werden.
Intel hofft darauf, den Harddisk-Riesen einen Teil ihrer Storage-Umsätze im Unternehmensbereich wegnehmen zu können und reibt sich schon die Hände: Senior Vice president Pat Gelsinger kündigte gestern in seiner Keynote am Intel Developers Forum in San Francisco an, dass sein Unternehmen schon nächstes Jahr speziell für Server und Netzwerk-Storage-Systeme konzipierte "solid state disks" auf den Markt bringen will.
Bisher werden auf Flash-Speicher basierende solid state disks vor allem in besonders leichten (und teuren) High-end-Notebooks verwendet. Vor allem für Anwendungen, bei denen eine hohe Leistung gefragt ist, so glaubt Gelsinger, werden sich IT-Verantwortliche in Zukunft trotzdem für die Flash-Disks entscheiden und dafür auch tief in die Taschen greifen. Die neuen Disks können gemäss Gelsinger verglichen mit herkömmlichen Harddisks zehn bis fünfzig mal höhere Input-Output-Leistungen erreichen. Ausserdem sollten sie ausfallsicherer sein und weisen sie einen geringeren Stromverbrauch auf, was helfen könnte, Energieprobleme und Kühlungsprobleme in RZs zu lindern.
Die erste Generation der Server-Flashdisks von Intel soll eine Kapazität von 32 GB aufweisen und auf NAND-Flashspeicher basieren. Um die erreichbaren I/O-Leistungen der Disks voll ausnützen zu können, dürften aber auch Fortschritten in der Storage-Netzwerktechnik notendig werden. Gelsinger glaubt, dass in Zukunft auf dem Fibre Channel-Protokoll basierende Speichernetzwerke (SANs) mittels "Fibre Channel over Ethernet" (FCoE) wieder in die Ethernet-Netzwerke konsolidiert werden. Ein gerade erschienener 10 Gigabit Ethernet Controller von Intel (82598) ist gemäss Gelsinger bereits darauf vorbereitet, ein FCoE-Lösungsbündel, das nächstes Jahr bereit sein soll, voll zu unterstützen.
Intel hat natürlich auf der IDF noch wesentlich mehr Ausblicke auf seine zukünftigen Produkte parat. Im strategischen Mittelpunkt stand dabei die neue Chiparchitektur, die ab dem nächsten Jahr eingeführt werden soll. Die ersten CPUs mit dieser Architektur (Codename "Nehalem") werden in der 45 nm-Technologie gefertigt sein und auf einer neuen Art von Transistoren (High-k metal gate) basieren. Gelsinger zeigte erstmals einen Server mit einem Prototypen einer solchen CPU, die unter anderem auch eine deutlich höhere Bandbreite beim Zugriff auf Speicher aufweisen sollen, als bisherige CPUs. Eine der dafür notwendigen Technologien, die "QuickPath Architecture" besitzt gemäss Gelsinger bereits breite Unterstützung in der Industrie. (Hans Jörg Maron)
(Bild: Pat Gelsinger (links) und der "Nehalem"-Projektverantwortliche Kim Brayton mit einem 45-nm-Wafer.)

Loading

Mehr zum Thema

image

Erstes Green-RZ in Dielsdorf live

Ziemlich genau ein Jahr nach der Ankündigung des Metro-Campus wurde das erste Datacenter in Betrieb genommen. Es bietet Platz für rund 80'000 Server.

publiziert am 17.1.2023
image

CKW-Rechenzentrum in Rotkreuz eingeweiht

Das neuste Schweizer RZ ist in Betrieb. Sowohl in Sachen Sicherheit als auch betreffend Nachhaltigkeit soll es neue Standards setzen.

publiziert am 9.1.2023
image

Vantage will RZ in Winterthur weiter ausbauen

Das Baugesuch für den letzten Ausbauschritt ist eingereicht worden. Noch offen ist, wann es losgeht.

publiziert am 20.12.2022
image

Infopro nach Cyber­angriff wieder online

Der Berner Hoster hat nach einer Cyberattacke die Systeme im RZ heruntergefahren. Mittlerweile stehen die Services wieder auf "grün", es können aber Performance-Einbussen auftreten.

publiziert am 6.12.2022