Die neuen CEOs wollen SAP effizienter machen

13. November 2019, 12:06
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Der Konzern will das Portfolio straffen und bessere Margen. Die Anwender begrüssen die Pläne.

Der Konzern will das Portfolio straffen und bessere Margen. Die SAP-Anwendergruppe (DSAG) begrüsst die Pläne.
Am Kapitalmarkttag hatten die neuen Co-CEOs von SAP, Jennifer Morgan und Christian Klein, ihren ersten grossen Auftritt vor Investoren und Analysten. Der deutsche Softwarekonzern soll effizienter und profitabler werden, um die angepeilten Margenziele zu erreichen, so die Kernaussage der Manager laut einem 'Reuters'-Bericht. Ex-Chef Bill McDermott kündigte im April 2019 an, dass die operative Marge des Konzerns bis 2023 um insgesamt fünf Prozentpunkte zulegen soll.
Wie die CEOs sagten, solle die Integration des Portfolios vorangetrieben werden. "Zum Teil bieten wir für dasselbe Problem verschiedene Lösungen an", wird Klein von der Nachrichtenagentur 'dpa' zitiert. Die SAP-Anwendergruppe (DSAG) kritisierte mehrfach, dass die Orientierung im SAP-Portfolio schwierig sei. Gemäss SAP sollen Portfolio-Überschneidungen entfernt werden. Der Konzern stellte gemäss Bericht klare Richtlinien in Aussicht, auf welche Produkte SAP sich konzentrieren wolle.
Eine Befragung der DSAG hat ergeben, dass 30 Prozent der Mitgliederunternehmen kein Vertrauen in SAP als "Digitalisierungspartner" hätten. Dies wolle der Konzern ändern und betont, dass man die SAP-Kunden in ihren Digitalisierungsvorhaben unterstützen werde. Beispielsweise sollen Automatisierung und KI den Kunden Arbeit abnehmen und Prozesse erleichtern.
In einem Statement begrüsst die DSAG die Pläne. "Das Kapital von SAP sind erfolgreiche und zufriedene Kunden, die ihre Geschäftsprozesse und -modelle mit SAP-Lösungen adäquat abbilden“, so Marco Lenck, Vorstand der DSAG. Den Anwendern sei bewusst, dass herausfordernde Aufgaben auf die Chefs warteten. "Daher begrüssen wir, dass SAP sich mit den Strategien und Lösungen an den Digitalisierungsvorhaben der Kunden ausrichtet."
Auch im Management und innerhalb der Organisation soll sich etwas ändern. Es sollen Hierarchien reduziert und Kosten im Management abgebaut werden. CFO Luka Mucic fügte an, dass SAP die Zahl der Infrastrukturen wie Server und Komponenten reduzieren werde, die SAP durch mehrere Akquisitionen aufgebaut hat. Gleichzeitig wolle SAP die Zahl der Lieferanten reduzieren. Hier könnten kurzfristig 100 Millionen Euro eingespart werden und auf längere Sicht bis zu 250 Millionen Euro im Jahr, schreibt 'AWP'. (kjo)

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