Die neuen Xeons: "Sechs Kerne für ein Halleluja"

17. März 2010, 13:48
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Intels Xeon 5600-Serie: Weniger Strom, mehr Sicherheit, höhere Leistung und bis zu sechs Kernen.

Intels Xeon 5600-Serie: Weniger Strom, mehr Sicherheit, höhere Leistung und bis zu sechs Kernen.
Der Chipriese Intel hat gestern die neueste Generation der "Xeon"-Server-CPUs lanciert. Die Chips der 'Xeon 5600' Serie (Codename "Westmere") werden mit Intels 32-Nanometer-Technologie hergestellt, haben also noch feinere Strukturen als ihre Vorgänger der 'Xeon 5500' Serie, die noch mit 45-Nanometer-Technologie gefertigt wurden.
Intel preist die Prozessoren als die sichersten, die je für den Einsatz im Rechenzentrum entwickelt worden sind. Auf den Chips integriert ist ein Instruktionsset für die Ver- und Entschlüsselung von Daten nach dem 'Advanced Encryption Standard' (AES). Ebenfalls gibt es auf den CPUs eine Technologie namens 'Trusted Execution Technology'. Damit können gemäss dem Hersteller entsprechend programmierte Anwendungen von anderen völlig isoliert werden, was die Sicherheit in virtualisierten Umgebungen erhöhen erhöht.
Weniger Energieverbrauch, mehr Leistung
Intel liefert die neuen Server-Prozessoren in Versionen mit vier oder sechs Kernen und jeweils 12 MB L3 Cache-Speicher. Sie sollen den Stromverbrauch spürbar reduzieren können. So soll die Low-Voltage-Version L5640 bei gleicher Leistung 30 Prozent weniger Strom verbrauchen als das Vorgänger-Produkt. Die neue CPU-Familie soll zudem eine Leistungssteigerung von bis zu 60 Prozent der Server errreichen, in denen sie verbaut wurden. Man kann - immer gemäss Hersteller - 15 Server, in denen ein 1-Kern-Xeon-5500-Prozessor arbeitet, mit nur einem Server, in dem ein einziger Prozessor der neuen Generation steckt, ersetzen.
Intel liefert sieben Versionen mit vier Kernen und fünf mit sechs Kernen, die mit maximal 3,46 GHz getaktet sind.
Serverhersteller springen auf
Die Xeon 5600 Serie wird von den Herstellern typischerweise in Servern mit zwei Sockeln verbaut. Gleichzeitig mit dem Launch der neuen Server-Prozessoren kündigten diverse Hersteller neue Maschinen an. So wollen HP, Dell, IBM, Cisco, Fujitsu, SGI und Oracle (Sun) Server mit den Xeon-5600-Chips auf den Markt bringen.
Im Extremfall soll sich der Ersatz von alten Servern durch neue durch Einsparungen bei Strom und Platz bereits nach fünf Monaten amortisieren. Intel stellt ein interessantes Werkzeug zur Verfügung, mit dem man die Amortisations-Dauer beim Ersatz von alten durch neue Server berechnen kann. (hc)

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