Die Oracle-Wolke wächst und wächst

26. September 2013, 14:11
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Oracle arbeitet weiter mit Hochdruck daran, seine Cloud-Services auszuweiten. Java- und Datenbank-as-a-Service sind aus dem Betastadium hinaus. Neue Services wurden angekündigt.

Oracle arbeitet weiter mit Hochdruck daran, seine Cloud-Services auszuweiten. Java- und Datenbank-as-a-Service sind aus dem Betastadium hinaus. Neue Services wurden angekündigt.
Weil sich CEO Larry Ellison lieber den Wind am America's Cup um die Ohren wehen liess, musste stattdessen der kurzfristig eingesprungene Oracle-Produktentwicklungschef Thomas Kurian an der OpenWorld-Konferenz in San Francisco im abgedunkelten Konferenzraum über Wolken sprechen - beziehungsweise deren IT-Entsprechung, die Cloud. Kurians Keynote fand ein vergleichweise geringes Medienecho, obwohl er einige neue Erweiterungen der Oracle-Cloud ankündigte. Vielleicht, weil es "nur" Kurian war, vielleicht, weil der spätere Sieg des Team Oracle an der Segelregatta die Aufmerksamkeit ablenkte. Wohl aber auch, weil vieles, von dem Kurian sprach, den Zuhörern bereits bekannt vorkam.
Kurian sprach zum Beispiel einige Zeit über die vier "neuen" Oracle-Cloud-Angebote Database-as-a-Service, Java-as-a-Service, Compute-as-a-Service und Storage-as-a-Service. Die Java- und Datenbankservices hatte Ellison allerdings schon vor zwei Jahren zeigt, hat sich aber zumindest beim Java- und beim Datenbankservice mittlerweile etwas getan: Sie sind beide aus dem Previewstadium hinaus und generell erhältlich. Die Computing- und Storage-Services befinden sich dagegen weiterhin im Preview-Status.
Wirklich erstmals angekündigt wurden dagegen sechs weitere von Kurian erwähnte Oracle-Cloud-Services. Einer davon, der Cloud Marketplace, ist auch bereits offen. Im Cloud Marketplace können Drittunternehmen Zusatzservices zu Oracle-Cloud-Applikationen anbieten. Gegenwärtig befinden sich darin vor allem Erweiterungen zur Oracle Sales Cloud (Online CRM).
Die anderen neuen Cloud-Services werden laut Kurian in der ersten Hälfte des kommenden Jahr erhältlich werden. Um sein Applikationsangebot aus der Cloud abzurunden, das bereits ERP-, CRM und Peronalmanagementservices umfasst, lanciert Oracle nun beispielsweise auch eine "Business Intelligence Cloud". Die BI-as-a-Service-Lösung soll das Teilen und Analysieren von Daten ermöglichen und Visualisierungen und interaktive Dashboards bieten, auf die man sowohl über das Web über PCs als auch über mobile Geräte zugreifen kann.
Über die "Document Cloud" werden Kunden Files teilen und auf PCs und anderen Geräten synchronisieren können - das tönt nach einer Art Oracle-"Dropbox", allerdings mit auf Unternehmensbedürfnisse ausgerichteten Sicherheitsfeatures. Die "Mobile Cloud" soll die Entwicklung und Verteilung von mobilen Apps erleichtern und die "Database Backup Cloud" wird genau das tun, was ihr Name sagt: Datenbanken beziehungsweise Datenbank-Backups zusätzlich in der Cloud sichern. Allerdings nur für Besitzer der ebenfalls neu angekündigten "Oracle Database Backup Logging Recovery Appliance". Der letzte neu angekündigte Service, die "Billing and Revenue Management Cloud", soll von Unternehmen, die selbst Cloud-Services im grösseren Stil anbieten wollen, zur Verwaltung und Abrechnung von Abonnementen verwendet werden.
21'000 Kunden in der Oracle-Cloud
Kurian erwähnte in seiner Rede auch einige Zahlen zum bisherigen Erfolg der Oracle-Cloud-Angebote. Demnach verwenden gegenwärtig rund 21'000 Unternehmen mit insgesamt 21,5 Millionen Usern Oracles Cloud-Services. Rund die Hälfte davon benützt Services aus der "Human-Capital-Management"-Cloud (Personalmanagement), die andere Hälfte Services aus der "Customer Experience Cloud" (CRM). Die ERP Cloud benützen dagegen erst rund 50 Kunden. (Hans Jörg Maron)

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