Die PC-Revolution findet diesen Herbst statt

27. Juli 2009, 15:13
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Apple soll auf Weihnachten einen Tablet-PC, eine Art riesigen iPod, lancieren. Das Abspielgerät für Musik, Filme und Bücher könnte die Medienwelt verändern.

Apple soll auf Weihnachten einen Tablet-PC, eine Art riesigen iPod, lancieren. Das Abspielgerät für Musik, Filme und Bücher könnte die Medienwelt verändern.
Seit Jahr und Tag predigt Microsoft-Vordenker Bill Gates so genannte "Tablet-PCs", bei denen der Bildschirm gleichzeitig die Benutzerschnittstelle für Eingaben und Befehle ist. Doch bis auf Anwendungen für Spitäler und Versicherungsverkäufer konnte sich das Konzept, obwohl von vielen PC-Hersteller wie IBM und HP jahrelang gefördert, im Markt nicht durchsetzen.
Nun will offenbar Apple mit einem ähnlichen Gerät, eine Art riesigen iPod, die Welt verändern, wie 'Financial Times' heute exklusiv berichtete. Die Wirtschaftszeitung berichtet unter Berufung auf Insider, das kommende Gerät solle mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm mit einer Diagonale von 10 Zoll und einem Internet-Anschluss ausgerüstet sein, aber nicht zum telefonieren benützt werden können. Das Computerlein soll rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft erhältlich sein.
Der Verwendungszweck für einen solchen, extrem flachen und tastaturlosen kleinen PC liegt auf der Hand: Man könnte damit Filme anschauen und Bücher und Zeitungen lesen, die man zuvor natürlich im Apple-Store erworben hat. Ausserdem könnte sich so ein Gerätchen ausgesprochen gut für Spiele aller Art, beispielsweise als figurenloses Schachbrett, eignen. Die ungeheure Menge an mehr oder weniger sinnvollen Applikationen für das iPhone, die in kurzer Zeit von Einzelpersonen und Firmen weltweit entwickelt worden sind, zeigt das Potential auf, die eine Art Tablet-PC aus dem Hause Apple haben könnte. Zudem würde so ein Gerät dem Konzept der digitalen Bücher, wie sie von Amazon mit dem Lesegerät 'Kindle' gepusht werden, einen gewaltigen Schub geben. Wieviel der revolutionäre "PC" kosten soll, weiss auch auch 'Financial Times' nicht. In der lebhaften Gerüchteküche rund um die Appleszene ist aber von einem Preis rund um die 800 Dollar die Rede.
Die US-Zeitschrift 'PC World' wirft in einem Blogbeitrag die interessante Frage auf: Wird Apples "Gross-iPod" wie das iPhone einzig durch Mobiltelefonie-Anbieter und in Zusammenhang mit einem Vertrag verkauft? Und wenn ja, möchten die Konsumenten auf diese Weise ein Notebook erwerben? Oder wird das noch geheimnisvolle Gerät ohne Zugang zum Mobilfunknetz vermarktet? Wenn ja: Akzeptieren die Anwender ein Internet-Gerät, das auf öffentliche drahtlose Netzwerke angewiesen ist? (Christoph Hugenschmidt)

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