Die reichsten IT-Unter­nehmer der Schweiz

26. November 2021, 14:30
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In der jährlichen 'Bilanz'-Liste der reichsten Schweizer finden sich etablierte Unternehmer, aber auch Durchstarter.

Das Vermögen der 300 Reichsten der Schweiz hat sich laut der jährlichen 'Bilanz'-Liste nochmals deutlich erhöht. Mit 821,2 Milliarden Franken sind es 115 Milliarden mehr als vor einem Jahr. Das sei der grösste Zuwachs innert Jahresfrist, seit die Liste erstmals 1989 erschienen ist, schreibt die 'Bilanz'. Zum Wachstum der Vermögen beigetragen hätten unter anderem die boomenden Immobilienmärkte sowie Börsengänge.
Auch in der aktuellen Ausgabe listet die 'Bilanz' die reichsten Personen aus dem Digital- und IT-Umfeld. Darin findet sich etwa Urs Hölzle, inzwischen nach den Gründern der dienstälteste Googler. Sein Vermögen wird auf 2 bis 2,5 Milliarden Franken geschätzt.
Neu auf der Liste erscheint der Fintech-Unternehmer Niklas Nikolajsen (300-350 Millionen). Seine 2013 gegründete Firma Bitcoin Suisse sei inzwischen auf 260 Mitarbeitende angewachsen. Seine ersten 1000 Bitcoins habe Nikolajsen 2011 für 77 Cent das Stück gekauft, schreibt die 'Bilanz'.
Francisco Fernandez (800-900 Millionen), hat vor zwei Jahren Avaloq für zwei Milliarden Franken an den japanischen Konzern NEC verkauft. Heute sei er zwar noch als VR aktiv, widme sich nun aber rund einem Dutzend Startups. "Alle Unternehmen wachsen und gedeihen", sagt er der 'Bilanz'.
Seit vielen Jahren auf der Liste finden sich auch die Mitgründer von Softwareone. Beat Curti (450-500 Millionen), Daniel von Stockar (450-500 Millionen) und René Gilli (350-400). Gilli hält laut der 'Bilanz' noch immer eine Beteiligung von 8,4% des Lizenzspezialisten.
Der Security-Unternehmer André Kudelski (200-250 Millionen) durfte sich Anfang Jahr über eine Kurssteigerung der Papiere der Kudelski Group freuen. Allerdings stehen die Aktien seit Februar bereits wieder unter Druck. Branchenexperten würden einen baldigen Turnaround aber nicht ausschliessen, schreibt die Wirtschaftszeitung.
Angeführt allerdings wird die Digital-Rubrik der "Reichsten-Liste" von Guillaume Pousaz mit einem geschätzten Vermögen von 11 bis 12 Milliarden Franken. Vor zwei Jahren sei es noch bei 700 bis 800 Millionen gelegen. Grund sei sein rapide wachsendes Startup Checkout, das eine Zahlungsabwicklung für Onlinehändler bietet. "Das Geschäft läuft sehr gut – unser bestes Jahr bisher", sagt der gebürtige Genfer zur Zeitschrift.
Auch aus dem Onlinehandel stammt Roland Brack (500-600 Millionen). Die Pandemie hat das Onlinegeschäft von Brack zusätzlich befeuert und das Mutterhaus Competec hat 2020 die Umsatzmilliarde geknackt. Seit einigen Jahren engagiert sich Brack als Startup-Investor, etwa in der TV-Sendung "Die Höhle der Löwen".  

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