Die Rückkehr von Google Glass

22. Mai 2019, 12:23
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Ab April 2014 konnten rund 8000 sogenannte "Glass Explorers" in den USA Googles Wearable Glass in einer Beta-Version für 1500 Dollar erwerben.

Ab April 2014 konnten rund 8000 sogenannte "Glass Explorers" in den USA Googles Wearable Glass in einer Beta-Version für 1500 Dollar erwerben. Bereits Anfang 2015 wurde der Verkauf wieder gestoppt. Der damalige Finanzvorstand Patrick Pichette, der das Unternehmen kurz darauf verliess, sagte im Januar 2015: "Wenn Teams nicht in der Lage sind, Hürden zu überwinden, aber wir denken, dass es immer noch viel Versprechendes gibt, könnten wir sie bitten, eine Pause einzulegen und sich die Zeit zu nehmen, ihre Strategie neu auszurichten, wie wir es kürzlich im Falle von Glass getan haben."
Nun hat Google den Relaunch als "Google Glass Enterprise Edition 2" angekündigt. Die Brille kostet 999 Dollar, wird aber erneut nicht direkt für Verbraucher angeboten. Google will Glass nicht als Mainstream-Produkt positionieren, sondern zielt vor allem auf eine Verwendung im Arbeitsbereich und verkauft Glass nur an Unternehmen. Diese sollen mit der Enterprise Edition 2 dabei unterstützt werden, die Arbeitsweise ihrer Mitarbeiter in den Bereichen Bauwesen, Fertigung, Gesundheitswesen, Logistik und weiteren Branchen zu verbessern.
Glass läuft mit Android Oreo, besitzt einen Snapdragon XR1 Prozessor und eine Bildschirmauflösung von 640×360 Pixeln. Zu den ersten Kunden zählt das Logistik-Unternehmen DHL, das 440 Exemplare bestellt hat und diese in den Frachtzentren Brüssel und Los Angeles einsetzen will. Zu den weiteren Kunden gehören das kalifornische Nonprofit-Gesundheitssystem Sutter Health und der US-Landmaschinenhersteller Agco. Glass-Projektleiter Jay Kothari erklärte, erste Tests hätten bei beteiligten Unternehmen zu Effizienzsteigerungen von 20 bis 50 Prozent geführt.
Im Augmented-Reality-Markt für Unternehmen hat Google bereits Konkurrenz durch die HoloLens von Microsoft und Produkte von Herstellern wie Vuzix und Epson. Auch Apple arbeitet gerüchteweise an einer AR-Brille, deren Markteinführung frühestens 2020 erwartet wird. (paz)

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