Die Schweiz geht gegen Tauschbörsen vor

2. August 2005, 12:57
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Dem illegalen Musikdownload soll ein Riegel geschoben werden.

Dem illegalen Musikdownload soll ein Riegel geschoben werden.
Nach einem Bericht der 'NZZ am Sonntag' plant die Schweizer Musikindustrie für den Herbst 2005 eine Klagewelle gegen Nutzer von Peer-to-Peer-Netzen (P2P) – so genannte Tauschbörsen, die mehrheitlich zum illegalen Austausch von Musik- und Videodateien dienen. Die Klagen in der Schweiz sind Teil einer internationalen Aktion, wie Beat Högger vom Dachverband der Schweizer Musikindustrie, IFPI Schweiz, gegenüber inside-it.ch erklärt.
IFPI Schweiz ist die hiesige Vertretung von IFPI International. IFPI steht für "International Federation of Producers of Phonograms and Videograms". Das Zentralsekretariat befindet sich in London. Von dort aus sollen laut Högger die internationalen Klagen koordiniert werden.
London leistet "technische Vorarbeit" und wird die Schweizer Sektion entsprechend informieren. "Ob am Schluss der einzelne Musikproduzent oder der Verband klagt, wird von Fall zu Fall entschieden", sagt Högger. Bis heute habe IFPI Schweiz rund 1200 "Internet-Fälle" erledigt.
IFPI Schweiz geht mit dieser Klagewelle insbesondere gegen Anbieter von Ton- und Tonbildträger über P2P-Netze vor. Wer also "bloss" Dateien herunterlädt, wird von Klagen verschont. Allerdings lässt sich das bei vielen Tauschbörsen nicht so klar unterscheiden. (Maurizio Minetti)

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