Die Schweiz ist F&E-Weltmeister 2017 - in Prozent

24. August 2018 um 12:20
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Unter den 500 Firmen mit den grössten Forschungs-Ausgaben findet sich Swisscom mit 254 Millionen Euro. Sowie zwei weitere "Schweizer" ICT-Firmen.

Schweizer Unternehmen investierten 2017 durchschnittlich 6,6 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung (F&E). Damit stehen sie weltweit an der Spitze, wie aus einer aktuellen Untersuchung des Wirtschaftsprüfers EY hervorgeht. Der Anteil der F&E-Ausgaben am Umsatz ist in der Schweiz aber im Vergleich zu 2016 um 0,5 Prozent zurückgegangen.
Es finden sich elf Schweizer Firmen in der Liste der grössten 500 F&E-Investoren des letzten Jahres, darunter drei aus dem ICT-Bereich. Damit platziert sich die Schweiz in absoluten Ausgaben auf Rang vier hinter den USA, Japan und Deutschland.
Die nach wie vor hohen Ausgaben zeigten, dass Schweizer Firmen erkannt hätten, dass Innovation für langfristige internationale Wettbewerbsfähigkeit und höhere Margen wichtig seien, so EY in einer Mitteilung. Zugleich zeigten die Ergebnisse aber auch den Druck auf hiesige Firmen, vor allem seitens international ausgerichteter chinesischer Unternehmen, die sich aktuell zu Playern auf den Weltmärkten entwickelten.
An der Spitze stehen "alte" Bekannte aus den USA
An der globalen Spitze der Konzerne finden sich wie zu erwarten die Techgiganten: Amazon erhöhte seine F&E-Ausgaben im Jahresvergleich um 41 Prozent und gab demnach 20,1 Milliarden Euro aus, was klar für Platz eins reichte. Dahinter folgt Alphabet (14,8 Milliarden Euro) gefolgt von Samsung (13,1 Milliarden Euro) und Intel (11,6 Milliarden Euro). Auf Platz acht findet sich als erster Schweizer Konzern der Pharmariese Roche (10,2 Milliarden Euro), der sich hinter Microsoft (11,6 Milliarden Euro) und Apple (10,3 Milliarden Euro) platziert hat.
Die Schweiz… und Swisscom
Entsprechend verteilt sich auch das ausgegebene F&E-Budget in der Schweiz: Am meisten gefüttert wurde der Gesamtpot von 23 Milliarden Euro von den Pharmakonzernen, alleine Roche und Novartis warfen etwas über 18 Milliarden Euro in die Waagschale. Dies entspricht auch der globalen Tendenz: Von den gesamten 500 grössten F&E-Investoren überwiegen die 29 in der Liste vertretenen Pharmakonzerne mit insgesamt 110 Milliarden Euro – gefolgt vom Bereich IT/Digital.
Auf Platz 266 der globalen Liste findet sich Swisscom. Der "Blaue Riese" hat im vergangenen Jahr rund 254 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung gesteckt. Dies entspricht laut EY 2,4 Prozent des Umsatzes.
Zu den drei Schweizer Firmen aus dem IT und Telekommunikationsbereich in den Top 500 zählt EY auch STMicroelectronics (Platz 115) und TE Connectivity (Platz 174). STMicroelectronics ist ein Halbleiterhersteller mit Sitz in Amsterdam und Hauptverwaltung in Genf. Der Konzern gab 2017 rund 1,2 Milliarden Euro für F&E aus. TEConnectivity hat seinen Sitz in Schaffhausen und ist unter anderem in den Bereichen Netzwerktechnik und Wireless-Systeme tätig. Die Firma liess sich ihre Forschung im vergangenen Jahr rund 584 Millionen Euro kosten.
Die Studie von EY untersuchte die 500 börsennotierten Unternehmen mit den grössten F&E-Budgets. (ts)

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