"Die Schweiz" will E-Government

7. März 2006, 13:35
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Die Bereitschaft zur Nutzung von Online-Angeboten von Behörden ist weiter gestiegen.


Die Bereitschaft zur Nutzung von Online-Angeboten von Behörden ist weiter gestiegen.
Das Kompetenzzentrum E-Government der Berner Fachhochschule hat gemeinsam mit der Firma Unisys zum dritten Mal den "E-Government Trendbarometer" veröffentlicht. Basis des "Trendbarometers" bildet die Befragung von über 1'000 SchweizerInnen, heisst es heute in einer Mitteilung von Unisys.
Das Fazit der Untersuchung ist schnell gezogen: Die Bevölkerung der Schweiz möchte vermehrt über Internet mit den Behörden kommunizieren und tut dies auch dort, wo es möglich ist.
Informieren, Melden, Abstimmen, Steuererklärung ausfüllen, Bezahlen
Alle Indikatoren, an denen die Nachfrage nach elektronischem Verkehr mit den Behörden gemessen wird, haben zugelegt: 82 % der Befragten haben Internet-Zugang (vor zwei Jahren waren es noch 79 %) und 18 % der Befragten nutzten bisher das Internet für Behördenkontakte (12 %).
Am meisten (69 %) benützen die EinwohnerInnen der Schweiz Behörden-Websites um Informationen einzuholen. Am zweithäufigsten werden Formulare vom Web geholt (47 %). Es folgen "Steuererklärung ausfüllen" (36 %) und Anfragen übermitteln (29 %).
Mehr Service bitte!
Angesichts der restriktiven Öffnungszeiten von Ämtern möchten immer mehr Leute Behördengänge virtuell erledigen. Am meisten wünschten man sich, elektronische An- und Abmeldung, gefolgt von Wohnsitzbestätigungen und dem Verkehr mit dem Strassenverkehrsämtern. Erstaunliche 70 % aller Befragten möchten online Abstimmen.
Allerdings hat das Misstrauen wegen mangelnder Datensicherheit ebenfalls zugenommen. 56 % der Befragten befürchten Datenmissbrauch und weniger als die Hälfte glaubt, dass Internetanwendungen von Behörden sicherer seien als diejenigen von Privatfirmen. (Christoph Hugenschmidt)
Ab 21. März kann man das Papier bei Unisys kostenlos herunterladen.

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