Die sechsten 'Big Brother Awards'

22. August 2005, 08:47
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Nicht lamentieren – nominieren!

Nicht lamentieren – nominieren!
Was haben Swisscom, Roche, der Bundesrat Samuel Schmid und die Kantonspolizei Zürich gemeinsam? Sie alle haben schon mal einen Preis gewonnen. Aber nicht irgendeinen, sondern den "Big Brother Award", der jedes Jahr die schwerwiegendsten Datenschutzverletzungen in der Schweiz "auszeichnet". Die Initianten bezeichnen ihn als satirischen Preis, nehmen die Aktion aber sehr ernst. Das Organisationskomitee setzt sich aus dem "Swiss Internet User Group" (SIUG), dem "Kulturzentrum Rote Fabrik / Konzeptgruppe" und dem "Archiv Schnüffelstaat Schweiz" (ASS) zusammen. Medienpartner sind "Die Wochenzeitung" (WOZ) und "Le Courrier".
Dieses Jahr findet die Preisverleihung bereits zum sechsten Mal statt; wie schon 2000 und 2001 im Zürcher Kulturzentrum "Rote Fabrik". Am Samstag, 29. Oktober werden Personen, Organisationen, Behörden, Firmen und sonstige Institutionen in fünf Kategorien ausgezeichnet: Staats-Award (Behörden, Verwaltung, Regierung, Politik), Business Award (Unternehmen, private Institutionen), Arbeitsplatz-Award (Überwachung), Lebenswerk Award (langjährige Datenschutzverletzer), Winkelried-Award (einziger lobenswerter Preis für diejenigen, die sich für den Datenschutz eingesetzt haben).
Nominierungen können hier eingereicht werden. Darin enthalten sollen mindestens Name und Adresse der Nomierten und eine Begründung sein. Bis jetzt wurden bereits über 70 Nominationsvorschläge eingereicht. Darunter der "Dienst für Analyse und Prävention" (DAP) und der Bundesrat. Die Nominationsfrist läuft noch bis 31. August 2005. (mim)

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