"Die sieben Tod­sünden der AI-Vorhersagen"

6. Oktober 2017 um 15:13
  • innovation
  • künstliche intelligenz
image

Begrenzte Vorstellungen und falsche Hochrechnungen, die im Zusammenhang mit Prognosen rund um das Thema künstliche Intelligenz auftauchen, hat der Robotics-Professor und Autor Rodney Brooks auf dem News-Portal des --https://www.

Begrenzte Vorstellungen und falsche Hochrechnungen, die im Zusammenhang mit Prognosen rund um das Thema künstliche Intelligenz auftauchen, hat der Robotics-Professor und Autor Rodney Brooks auf dem News-Portal des renommierten MIT zusammengetragen. In einem ausführlichen Text, "The Seven Deadly Sins of AI Predictions", nennt er seiner Ansicht nach lächerliche Schätzungen, damit verbundene, falsche Vorstellungen und Ängste vor Dingen, die gar nicht passieren werden.
Brooks zieht Parallelen zur GPS-Technologie. Eigentlich gedacht für den Einsatz im militärischen Bereich dauerte es Jahre bis sie erfolgreich eingesetzt wurde. Auf kurze Sicht sei die Fähigkeit der Technologie überschätzt worden, auf lange Sicht aber unterschätzt. Denn heute verfügen unsere Smartphones, Autos und Uhren über die GPS-Technologie, sie ist kaum mehr aus unserem Alltag wegzudenken.
In der Diskussion über künstliche Intelligenz würden zu viele sogenannte Kofferwörter verwendet, so Brooks. Damit meint er Wörter, die sich auf eine Vielzahl von Erfahrungen beziehen können. "Lernen" und "Spielen" seien gute Beispiele. Wenn wir von Machine Learning sprechen, wenden wir nur all zu gerne unsere eigene Lernerfahrung an – die eben nicht mit dem "Lernen" vergleichbar sei, wie es eine Maschine macht. Die Maschine hat zwar menschliche Profis in den Spielen Schach und Go geschlagen. Aber eine Maschine spielt nicht, wie es der Mensch tut. Die Maschine wisse nicht einmal, dass sie spielt, schreibt er.
In seinem Artikel nennt der KI-Forscher noch weiter "Todsünden". Darunter etwa falsche Vorstellungen von exponentiellem Wachstum und die damit einhergehenden falschen Erwartungen. Auch der Preis von Hardware sei nicht zu unterschätzen. Deshalb würden uns Nicht-Software-getriebene Autos und Nicht-smarte Häuser noch viele Jahre erhalten bleiben. (kjo)

Loading

Mehr zum Thema

image

Tumblr und Wordpress wollen Inhalte für KI-Training verkaufen

Die beiden Content-Management-Plattformen wollen die Inhalte ihrer Nutzenden zu Geld machen. Wer das nicht will, muss die Funktion deaktivieren.

publiziert am 28.2.2024
image

Dell bringt KI-Computer auf den Markt

Neben CPU und GPU verfügen die Geräte auch über eine Neural Processing Unit. Diese bietet Rechenressourcen für KI-Aufgaben.

publiziert am 28.2.2024
image

Sherpany in die USA verkauft

Das Zürcher SaaS-Startup wurde vom US-Unternehmen Datasite akquiriert. Über die Verkaufssumme ist nichts bekannt.

publiziert am 27.2.2024
image

Googles KI-Fiasko: Gemini deutet die Vergangenheit um

Mit der Einführung von Gemini und den Fehltritten rund um Bard, stolpert der Tech-Gigant von einem PR-Desaster ins nächste, schreibt KI-Unternehmer Christian Fehrlin in einem Gastbeitrag.

publiziert am 27.2.2024