"Die Digital-Health-Szene entwickelt sich rasant"

2. Juli 2020, 14:19
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Covid-19 lässt die Zahl der Startups im Bereich anwachsen, wie einer Studie zu entnehmen ist. Grosse Umsätze erzielen sie derweil noch nicht.

Die Schweiz zählt eine wachsende Anzahl von Digital-Health-Startups. Von den rund 180 bis 200 Jungunternehmen im Bereich ist eine Mehrheit in den Segmenten "Data Health" und "Tech Health" aktiv. Sie bieten etwa Lösungen für die Auswertung von Gesundheitsdaten oder digital steuerbare Medizintechnik an. Dies geht aus einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hervor.
Die Hochschule rechnet damit, dass sich das ohnehin hohe Wachstum nochmals beschleunigen wird. "Wir gehen davon aus, dass sich der Bereich Digital Health und die dazugehörige Startup-Szene in den kommenden Jahren rasant weiterentwickeln wird. Durch die Covid-19-Pandemie dürfte sich dieser Trend noch stark beschleunigen", so Alfred Angerer, Leiter der Fachstelle Management im Gesundheitswesen im zuständigen Institut der ZHAW.
Rund die Hälfte der Firmen bietet bereits vollständig getestete und geprüfte Produkte an. Ein weiteres Viertel testet derzeit Prototypen. Technologisch kommen neben Cloud, IoT und KI auch häufig Wearables zum Einsatz.
Mehr als die Hälfte der Digital-Health-Startups sind in Zürich angesiedelt und ebenso viele zählen maximal 5 Mitarbeitende. Jedes zehnte Unternehmen macht mehr als eine Million Franken Umsatz. Über 60% gaben an, weniger als 100'000 Franken umzusetzen oder wollten dazu gar keine Aussage machen.
80% der Firmen sind im B2B-Bereich zu verorten und konzentrieren sich auf Spitäler, Ärzte, Krankenversicherer und Pharmafirmen. Nur gerade 16% der Startups richten sich an Patienten.
Die Erkenntnisse beruhen auf einer Online-Umfrage unter 42 Schweizer Startups, die im Zeitraum von Juli bis Dezember 2019 stattfand. Sie wurde von der ZHAW School of Management and Law und von Health-Trends, einem Schweizer Think Tank für Digital Health, durchgeführt.

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