Die Tücken (und Vorteile) der Office-2010-Einführung

13. Januar 2010, 13:54
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Forrester wirft einen Blick auf die Vor- und Nachteile, die eine rasche Einführung von Office 2010 mit sich bringen wird.

Forrester wirft einen Blick auf die Vor- und Nachteile, die eine rasche Einführung von Office 2010 mit sich bringen wird.
Office 2010 wird im Juni dieses Jahr verfügbar werden. Sollen die Workplace-Verantwortlichen von Firmen die nächste Generation von Microsofts Büro-Software rasch einführen oder eher zuwarten? Sheri McLeish von Forrester Research versucht, diese Frage in einem 11-seitigen Papier zu beantworten.
Forrester geht davon aus, dass 75 Prozent der US-Firmen (Zahlen aus der Schweiz haben wir nicht), bereits Office 2007 einsetzen und viele davon eine Lizenzform mit der so genannten "Software Assurance" besitzen, die zum Bezug der neuen Version von Office ohne Zusatzkosten berechtigen. Diesen empfiehlt Forrester, eine rasche Migration auf Office 2010 in Betracht zu ziehen.
Keine radikalen Änderungen des UI mehr
Office 2010 biete einige Vorteile, argumentiert Forrester, während die für Anwender enorm lästige Umstellung des User-Interfaces bereits mit Version 2007 passiert ist und die Anwender sich unterdessen daran gewöhnt haben sollten. Office 2010 ist in der Anwender-Führung nahe an der Vorgängerversion, sollte die Anwender also nicht mehr so sehr verärgern.
Den grössten Vorteil von Office 2010 sieht Forrester darin, dass die Bürosoftware nun die Grenzen zwischen den PCs der Anwender, den Servern einer Firma und dem Internet niederreisst, denn Office Web Applications wird standardmässig zum Paket gehören. Damit wird die Zusammenarbeit über Firmen hinweg wesentlich einfacher und das lästige Hin- und Hersenden von Dokumenten sollte endlich unnötig werden. Groove, das bisherige Werkzeuge für die Zusammenarbeit in Office, wird neu "SharePoint Workplace" heissen und Microsofts Workflow-Plattform noch mächtiger machen, als sie es schon ist.
Zudem können Grossunternehmen nun ihre eigenen "Clouds" (Server-Verbände, innerhalb denen man Ressourcen dynamisch allozieren kann) für den Betrieb von Office bauen oder dann die "Business Productivity Online Suite" benützen.
Web-2.0-Integration als Zeitfresser?
Unklar ist für Forrester, ob die Integration verschiedener Web-2.0-Sites (Facebook, Twitter, LinkedIn, ...) in Microsoft Outlook eine gute oder eine schlechte Sache ist. Mit Office 2010 wird Outlook zur zentralen Kommunikationskonsole, in die auch Informationen aus sozialen Netzwerken einfliessen werden. Man kann die Schnittstellen ("Social Connectors") aber auch abschalten. Forrester empfiehlt, genau abzuklären, ob die Integration der sozialen-Netzwerke in die Office-Umgebung die Produktivität nicht zu sehr einschränken.
Es gibt noch eine Reihe von weiteren "Abers" zu Office 2010. So bringt die 64-Bit-Version von Office 2010 gemäss den Marktforschern zwar klare Vorteile, man muss aber vorher abklären, ob alle Makros, ActiveX Controls und die DLLs von Zusätzen noch funktionieren. (Christoph Hugenschmidt)
Die 11-seitige Untersuchung "A Glimpse AT The Best And Worst Of Office 2010" kostet 1749 Dollar.

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