Die wichtigsten Open-Source-Lösungen in einem Buch

27. November 2008, 10:43
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Evaluationshilfe für Unternehmen: Die 350 wichtigsten Open-Source-Projekte, beschrieben und bewertet: Der grosse Open-Source-Katalog von Optaros wurde überarbeitet und neu aufgelegt.

Evaluationshilfe für Unternehmen: Die 350 wichtigsten Open-Source-Projekte, beschrieben und bewertet: Der grosse Open-Source-Katalog von Optaros wurde überarbeitet und neu aufgelegt.
Wer für sein Unternehmen eine Open-Source-Lösung evaluieren möchte, stösst oft auf ein grundsätzliches Problem: Es ist nicht ganz einfach den Wald vor lauter Bäumen zu erkennen. Schliesslich gibt es heute bereits über 250'000 Open-Source-Projekte. Die Schwierigkeit besteht dabei nicht nur darin, eine Software mit den im Prinzip richtigen Funktionen zu finden, sondern auch abzuschätzen, ob die Lösung Unternehmensansprüchen genügen kann und zukunftsträchtig ist.
Genau dabei will der Open Source-Katalog helfen, den das auf Open-Source-Lösungen spezialisierte Systemintegrations- und Beratungsunternehmen Optaros gerade in seiner dritten Auflage herausgebracht hat. Der Katalog kann als Buch für 12 Franken per per E-Mail.
Neben Projektbeschreibungen und –Bewertungen findet man im Open-Source-Katalog auch Ausführungen zur Geschichte der Open-Source-Szene, aktuellen Trends, der Beschaffung von Open-Source-Lösungen und vielen weiteren Themen.
Im eigentlichen Katalog-Teil werden Entwicklungen in verschiedenen Softwarebereichen, von Betriebssystemen bis zu Geschäftsanwendungen, geschildert. Dazu werden 352 konkrete Open-Source-Projekte, rund fünfzig mehr als letztes Jahr, aufgelistet, kurz beschrieben und – wie wir finden eine potentiell sehr nützliche Sache – nach verschiedenen Kriterien wie dem Reifegrad der Lösung, der Funktionalität, der "Enterprise Readyness" oder der Lebendigkeit der Community, die dahintersteht, bewertet. Alle Beschreibungen und Bewertungen wurden im Laufe des Jahres neu geprüft. Während den letzten 12 Monaten haben gemäss Optaros rund ein Viertel der Projekte ihr Lizenzmodell angepasst, über 250 erreichten neue Release-Stände, etwa 2 Prozent änderten ihren Namen. Entsprechend wurden auch die Bewertungen angepasst. Dabei ging es keineswegs nur nach oben: 54 Prozent der Optaros-Bewertungen fallen dieses Jahr höher aus, 46 Prozent schlechter.
Dienstleister finden
Eine weitere Schwierigkeit bei der Evaluation von Open-Source-Lösungen kann es sein, die passenden Dienstleister für Beratung, Implementation, Schulungen und Support zu finden. Eine Liste von Open Source-Dienstleistern ist in der diesjährigen Ausgabe des Optaros-Katalogs nicht mehr vorhanden. Eine Alternative ist zum Beispiel das "OSS Directory", ein vom Schweizer Open-Source-Förderverein /ch/open/ geführtes, nach verschiedenen Kriterien durchsuchbares Online-Verzeichnis von Open-Source-Software-Dienstleistern und -Anbietern. (Hans Jörg Maron)

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