"Dienstbüchlein" goes digital – nach über zehn Jahren ist es fast soweit

7. Dezember 2018, 13:49
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Bei den Kennern der Materie dürfte es einiges Schmunzeln gegeben haben, als Josef Dittli, Urner Ständerat und Präsident der sicherheitspolitischen Kommission, in der kleinen Kammer zur Abstimmung einer Motion von Nationalrat Marcel Dobler aufgerufen hat. Die darin im Sinne einer Prozessvereinfachung geforderte Digitalisierung des Dienstbüchleins wurde nach dem Nationalrat soeben auch vom Ständerat beschlossen.
Damit ist nach nunmehr über 10 Jahren die einst von inside-it.ch gestellte Frage, ob es in der Schweizer Armee ein "E-Dienstbüchlein" geben wird, mit ja beantwortet worden.
Nicht nur wurde jetzt zur Kenntnis genommen, dass ein digitales Dienstbüchlein massiv schneller ausgefüllt und weniger Fehleranfälligkeit ist. Betont wurde auch, dass es zum Beispiel nicht mehr verschwinden oder überklebt werden kann.
Dobler sei auf offene Türen gestossen, heisst es denn auch in der von Dittli vorgetragenen Begründung. Und offensichtlich laufen diesmal sogar schon konkret Schritte zu Umsetzung: "Das VBS hat über das Kommando Ausbildung bereits die Vorarbeiten und Analysen zur Digitalisierung des Dienstbüchleins in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse und ein entsprechendes Umsetzungsprojekt sollen bis Ende dieses Jahres vorliegen." Das digitale Dienstbüchlein wird also kommen, so Dittli zur Annahme der Motion ohne Gegenstimme.
Mit diesem Beschluss ist Dobler ein zweites Mal erfolgreich. Doch nur deshalb, weil die geforderte Digitalisierung der Armee inzwischen vom VBS aufgenommen worden ist. So ist laut der kleinen Kammer die Weiterentwicklung vom Mil-Office abgeschlossen und mit Mymilo soll 2019 allen Angehörigen der Armee eine Mobile-Applikation zur Verfügung stehen, die "auf modernste Art und Weise" ermöglicht, Urlaubsgesuche oder die Interaktion mit der Truppe und das Meldewesen "rund um die Uhr online auf Handy, Tablet und PC" abzuwickeln. (vri)

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