Diese Tools erhalten 2021 keinen Support mehr

5. Januar 2021, 14:58
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Sterbend und bald tot: Eine Reihe von Produkten und Softwareversionen erreichen 2021 ihr End of Life.

Fast jedes Jahr müssen sich IT-Abteilungen um Produkte kümmern, deren Support ausläuft. So auch im neuen Jahr. Hier finden Sie eine Liste an Software und Tools – ohne Anspruch auf Vollständigkeit –, die in näherer Zukunft die Aufmerksam von IT-Admins benötigen.
Seit einer Weile aktualisiert Microsoft das Windows-10-Betriebssystem und die Office-365-Produktpalette kontinuierlich. Entsprechend werden ältere Versionen in den Ruhestand geschickt. 2021 endet der Support für die Windows-10-Versionen 1809 und 1909 sowie Windows Server Version 1909.
Dass sich auch Business-User Zeit lassen können mit dem Wechsel eines Betriebssystems, hat sich schon mit dem End-of-Life von Windows XP gezeigt. Nun zeigt Windows 7 ein ähnlich hartnäckiges Verhalten. Der Mainstream-Support von Windows 7 endete Anfang 2015 und der erweiterte Support im Januar 2020. Dennoch liegt der Marktanteil unter Windows-Systemen in der Schweiz noch bei über 6% und weltweit bei rund 18%. Dies zeigen Zahlen von "Statcounter".

Kein Support mehr für alte Dynamics-Versionen

Von Microsoft gibt es online eine Liste mit den Daten für das jeweilige Support-Ende: Den Auftakt machen am 12. Januar 2021 Biztalk Server 2010 und Host Integration Server 2010. Im April folgen Lync Server 2010, Lync 2010 und Sharepoint Server 2010. Und im Oktober schliesslich Dynamics AX 2009, AX 2012 sowie AX 2012 R2.
Eine ganze Reihe von Tools wird von Microsoft im kommenden Jahr zudem in den erweiterten Support umgestellt. Diese erhalten anschliessend noch kostenlose Sicherheitsupdates, nicht sicherheitsrelevante Updates und Support sind kostenpflichtig. Dies betrifft ab 12. Januar Dynamics CRM 2016. Im April folgt Dynamics NAV 2016, im Juli Dynamics GP 2016 und GP 2016 R2. 

Teams und Edge statt Skype und IE

Auch die Messaging-Lösung Skype for Business Online wird nur noch bis Sommer 2021 unterstützt. Microsoft hat User bereits mehrfach aufgefordert, sich frühzeitig mit einem Umstieg auf Teams auseinanderzusetzen. Ende Juli wird Skype for Business Online vom Netz genommen. Die Consumer-Versionen von Skype sowie Skype for Business Server werden aber weiterhin verfügbar sein.
Schon länger wurden Anwender des Internet Explorers zum Umstieg auf Edge gedrängt. Gewisse Websites lassen sich mit dem IE nicht mehr öffnen, stattdessen wird die Website im Edge-Browser geladen. Auch in Microsoft Teams funktioniert der alte Browser nicht mehr. Ab August 2021 werden auch andere Microsoft 365-Apps und -Dienste die Unterstützung für den IE einstellen. Der Browser selbst wird weiterhin funktionieren, da viele Unternehmen noch auf IE-Apps setzen, aber Microsoft fördert den Umstieg auf seinen neuen Chromium-basierten Edge-Browser mit IE-Modus. 

Der Anfang vom Ende für Atlassian Server-Produkte

Ab dem 2. Februar 2021 wird Atlassian keine neuen Lizenzen mehr für seine Server-Produkte verkaufen, die Entwicklung neuer Funktionen in der Server-Produktlinie einstellen und auf Cloud-Versionen umstellen. Server-Kunden haben noch drei Jahre lang Zugang zu Wartung und Support, bis zum 2. Februar 2024, aber die Preise für die Wartung werden steigen. Das Verkaufs- und Supportende betrifft unter anderem Bitbucket Server, Confluence Server sowie Jira Software Server, Jira Core Server und Jira Service Management (ehemals Jira Service Desk Server).
Server-Kunden, die aufgrund von Unternehmensvorgaben noch nicht zur Cloud wechseln können oder eine mehrjährige Übergangszeit benötigen, empfiehlt Atlassian die Migration zu Data Center

Kein Cloud Print mehr bei Google

Auch von Google gibt es Liste von Tools, die verschwinden sollen. Darunter befinden sich der zur G Suite gehörende Google App Maker. Schon seit April 2020 lassen sich keine neuen Apps mehr erstellen und am 15. Januar zieht Google endgültig den Stecker.
Bereits vorbei ist es für Google Cloud Print, eine Plattform, mit der sich Print-Aufträge über die Cloud an lokale Drucker aufgeben liessen.
2021 soll auch endgültig Schluss sein für den Messenger-Service Hangouts. Für Business-User wurde das Tool durch Google Meet ersetzt. 

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