Digitalisierung lässt SCM-Softwaremarkt wachsen

19. Juli 2018, 13:19
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Der Markt für Software für das Supply Chain Management (SCM) ist im vergangenen Jahr signifikant gewachsen.

Der Markt für Software für das Supply Chain Management (SCM) ist im vergangenen Jahr signifikant gewachsen. Laut aktuellen Zahlen des Marktforschers Gartner stieg der weltweite Umsatz mit SCM-Software 2017 im Jahresvergleich um 13,9 Prozent auf 12,25 Milliarden US-Dollar an.
Research-Director Balaji Abbabatulla führt das Wachstum auf die Digitalisierungs-Bemühungen von Unternehmen zurück. "SCM-Technologien schaffen digitalen Mehrwert, indem sie den Fluss von Produkten, Dienstleistungen und der damit verbundenen Informationen von der Quelle zum Kunde und vom Kunde zur Quelle hin optimieren", so der Research-Director. Ausserdem treibe das Cloud-Angebot das Marktwachstum weiter an. Immer mehr mittelständische Firmen würden SCM-Lösungen einsetzen, um ihre digitalen Geschäftsmodelle voranzutreiben.
Die weltweit fünf grössten Hersteller von SCM-Software konnten allesamt ihren Umsatz vergrössern. JDA und Infor konnten zudem ihre Marktanteile steigern, indem sie schneller wuchsen als der Markt, wie Gartner schreibt. Angeführt wird der globale SCM-Markt von SAP mit einem Marktanteil von 26,6 Prozent. Die Walldorfer erzielten laut Gartner 2017 in diesem Bereich einen Umsatz von 3,3 Milliarden Dollar, 11,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dahinter folgt Oracle mit einem Umsatz von 1,7 Milliarden Dollar und einem Marktanteil von 13,7 Prozent. Die Top 5 Hersteller von SCM-Software, zu denen noch JDA, Infor und Manhattan Associates gehören, haben gemeinsam einen Marktanteil von fast 50 Prozent.
Laut Gartner werden Anbieter, die eine klar definierte, vertikale Strategie für KMU anbieten, in den nächsten Jahren schnell wachsen. Als weiteren Wettbewerbsvorteil nennt der Marktforscher die Einbindung von KI in die SCM-Produkte. "Obwohl die Akzeptanz von KI in den einzelnen Teilmärkten unterschiedlich ist, gehen wir davon aus, dass sie das Umsatzwachstum vorantreiben wird, wenn die KI-Technologien und -Tools ausgereift sind", so Abbabatulla. Dies liege vor allem daran, dass KI durch die Automatisierung von Routineaufgaben die Benutzerfreundlichkeit und die Produktivität steigern könne. (kjo)

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