Digitalsteuer: USA und europäische Länder erzielen Kompromiss

25. Oktober 2021, 09:50
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Frankreich, Österreich und weitere europäische Länder werden ihre nationale Digital­steuer abschaffen, sobald die globale Unter­nehmens­steuer­reform in Kraft tritt.

Die USA haben mit einer Reihe von europäischen Ländern einen Kompromiss bezüglich den Digitalsteuern erzielt. Frankreich, Österreich, Italien, Spanien und Grossbritannien hatten nationale Digitalsteuern beschlossen. Als Reaktion drohte die USA mit Strafzöllen. Die Erhebung dieser Zölle wurde dann zunächst aufgeschoben, bis eine internationale Lösung gefunden ist. 
Vertreter aus über 130 Ländern haben sich nun im Rahmen einer globalen Reform der Unternehmensbesteuerung auf eine globale Mindeststeuer von 15% für weltweit tätige Unternehmen geeinigt. Die Reform soll spätestens 2023 in Kraft treten.
Die USA verständigten sich nun mit den 5 Ländern darauf, dass diese ihre Digitalsteuern abschaffen, sobald die globale Regelung in Kraft ist, schreibt das US-Finanzministerium. Bis dahin habe man sich auf eine Kompromisslösung geeinigt. Die USA verpflichten sich demnach dazu, die angedrohten Massnahmen zu beenden und keine weiteren Handelsmassnahmen gegen die 5 Länder zu ergreifen. Gleichzeitig sollen eventuelle Mehreinnahmen, die die europäischen Länder aufgrund ihrer Massnahmen erzielen, den USA gutgeschrieben werden.  

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