Digitalswitzerland arbeitet an einem "digitalen Fahrplan"

11. September 2017, 11:59
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Politiker und Wirtschaftsvertreter haben im Beisein von Bundesrat Johann Schneider-Ammann ein "digitales Manifest" erarbeitet.

Politiker und Wirtschaftsvertreter haben im Beisein von Bundesrat Johann Schneider-Ammann ein "digitales Manifest" erarbeitet. Nach dem von Digitalswitzerland initiierten Workshop haben sich die Mitglieder der Standortinitiative an die Konkretisierung des Manifests gemacht, wie Digitalswitzerland mitteilt.
"Es braucht optimale Rahmenbedingungen, um das Potential der Digitalisierung zu nutzen. Daher ist ein intensiver Austausch zwischen privaten und staatlichen Akteuren unumgänglich", so Marc Walder, Initiant von Digitalswitzerland und CEO von Ringier. Neben der Initiative der Wirtschaft brauche es auch den Willen der Politik, schreibt die Initiative weiter.
Ziel ist es, die gesetzlichen Voraussetzungen zu verbessern
Für den "digitalen Aktionsplan" hat Digitalswitzerland sechs Handlungsfelder verfolgt und Input von Fachleuten aus der Bundesverwaltung geholt. Die Bevölkerung soll in die Diskussion zur digitalen Transformation einbezogen werden, damit jeder Bürger die Chancen der technologischen Innovation nutzen könne, so eine Empfehlung. Die Wirtschaft müsse sich stärker vernetzen und die Attraktivität des Wissens- und Wirtschaftsstandortes Schweiz gefördert werden, so zwei weitere. Der Politik komme eine entscheidende Rolle zu und müsse einbezogen werden, sodass neue Ideen nicht mit regulatorischen Hürden verhindert werden.
Weitere Themen, die behandelt werden, sind Infrastruktur, Datenpolitik und Cyber Security. Die Infrastruktur, von leistungsfähigen Netzen bis hin zu einer liberalen Datenpolitik, sei das Rückgrad der digitalen Transformation, glaubt Digitalswitzerland. Mit zusätzlichen Massnahmen müsse die Politik dem Thema Cyber Security mehr Gewicht verleihen.
Bis Ende November seien nun noch eine Reihe von Arbeitsschritten geplant. In Themengruppen, mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, sollen Projekte ausgearbeitet werden. Anfang Oktober 2017 sollen die von der Ringier-Publikation 'Bilanz' erkorenen "Digital Shapers" werde man konkrete Umsetzungsprojekte präsentieren können.
Die Handlungsfelder des digitalen Aktionsplans hätten Berührungspunkte mit dem "Beirat Digitale Transformation", der von Bundespräsidentin Doris Leuthard und Bundesrat Johann Schneider-Ammann, eingesetzt wurde und im Juni 2017 seine konstituierende Sitzung abhielt. Deshalb gebe es eine Koordination zwischen dem Beirat und dem digitalen Aktionsplan, schreibt Digitalswitzerland weiter. (kjo)

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