Docker Desktop: Keine Gratis-Nutzung mehr für Enterprise-Kunden

1. September 2021, 10:14
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Auf der Suche nach einem nachhaltigen Geschäfts­modell führt Docker neue Abo-Modelle ein. Die Gratis-Version ist nun Kleinfirmen und Einzelpersonen vorbehalten.

Docker gibt neue Abo-Modelle bekannt und schränkt die kostenlose Nutzung von Docker Desktop ein. Die neuen Abo-Modelle würden es dem Unternehmen erlauben, "nachhaltig zu skalieren", schreibt der Container-Spezialist.
Künftig bietet Docker vier Abo-Level: Docker Personal, Pro, Team und Business. Letzteres ist neu und Docker Personal ersetzt laut der Mitteilung die bisherige Variante Free. Die Nutzung der kostenlosen Version werde auf Einzelpersonen oder kleine Unternehmen beschränken.
Damit wolle man Open-Source-Communities, einzelnen Entwicklern, Bildungseinrichtungen und kleinen Unternehmen weiterhin eine kostenlose Version anbieten. Unternehmen mit 250 Mitarbeitenden oder mehr oder einem Jahresumsatz von mehr als 10 Millionen US-Dollar müssen aber ein kostenpflichtiges Abo nutzen, wenn sie Docker Desktop benötigen.
Die Abonnements Pro und Teams bleiben bestehen, das neue Business-Abo bietet zusätzliche Funktionen wie eine zentralisierte Verwaltung, Single-Sign-On und verbesserte Sicherheit.
Die meisten Docker-Nutzer würden die Software kostenlos benutzen, räumt CEO Scott Johnston gegenüber 'The Register' ein. Er hoffe aber, dass die Zahl der kostenpflichtigen Abonnements infolge der Änderungen steigen wird. Auf die Frage, ob er nicht befürchte, dass sich Anwender nach Alternativen umsehen oder trotzdem weiterhin die kostenlose Version nutzen, sagte Johnston: "Es gibt immer ein Risiko, das nicht bei Null liegt, aber wir haben versucht, die Grenzen so zu ziehen, dass die Unternehmen, die bereits einen grossen Nutzen aus Docker Desktop ziehen, die 5 Dollar pro Arbeitsplatz als bescheiden empfinden."
Deutlich mehr als die 5 Dollar, nämlich 21, kostet das neue Business-Abo. Dieses soll Anwender mit zusätzlichen Funktionen überzeugen, die laut dem CEO einen "deutlich höheren Mehrwert" bieten. Darunter etwa Funktionen, die er als "sichere Software-Lieferkette" bezeichnet. "Die Benutzer können in einer zentralen Steuerungsebene festlegen, worauf sie den Entwicklern Zugriff geben wollen. Das wird dann an die Docker-Desktops verteilt, die diese Richtlinien in den Entwicklungsumgebungen durchsetzen können", so der Firmenchef gegenüber 'The Register'. Weiter betont er das zentralisierte SaaS-basierte Management, um die Konfiguration von CPU-Nutzung, Speicher, Ports und Firewall-Zugang zu kontrollieren. "Single Sign-On ist ein weiteres Beispiel für die Sicherheits- und Benutzerverwaltung, die wir nur auf der Business-Ebene anbieten."

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