Domain .swiss bald auch für natürliche Personen?

22. Oktober 2021, 13:40
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Das Bakom will dem Bundesrat eine Änderung der Verordnung über Internet-Domains vorschlagen und startet dazu eine Konsultation.

Domain-Namen mit der Endung .swiss sollen künftig auch natürlichen Personen mit Schweizer Staatsangehörigkeit oder mit Wohnsitz in der Schweiz zugeteilt werden können. Diese Änderung der Verordnung über Internet-Domains will das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) dem Bundesrat vorschlagen.
Vor diesem Schritt möchte das Bakom "die betroffenen Kreise insbesondere hinsichtlich der Chancen und Risiken, die mit einer solchen Öffnung der Domain .swiss verbunden sein könnten, konsultieren", heisst es in einer Mitteilung. Die Konsultation dauert bis zum 15. November.
Seit 2016 können Unternehmen mit Handelsregistereintrag, die ihren Sitz sowie einen physischen Verwaltungssitz in der Schweiz haben, öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie Vereine und Stiftungen Gesuche für eine .swiss-Internetadresse einreichen.
Nach der erfolgreichen Einführung der Domain habe die Registerbetreiberin den operativen und administrativen Prozess nun sicher im Griff, schreibt das Bundesamt in einem Dokument zur Konsultation. Deshalb könne eine kontrollierte Öffnung der Domain für natürliche Personen in Betracht gezogen werden.
Die Öffnung gäbe insbesondere vielen Schweizerinnen und Schweizern, die im Ausland leben, "die Möglichkeit, ihre Verbundenheit mit unserem Land auszudrücken". Auch Kunstschaffende, Sportlerinnen, Anwälte und Ärztinnen in der Schweiz könnten von der starken und sicheren Identifikation profitieren, die die Domain biete.
Für die Registrare und Wiederverkäuferinnen stelle die Öffnung der Domain eine Geschäftsmöglichkeit dar, die mit einem zumutbaren Mehraufwand verbunden sein dürfte. "Tatsächlich müssten sie ihr Verrechnungssystem nicht anpassen, da die Gebühr, die die Registerbetreiberin den Registraren für die Zuteilung eines .swiss-Domain-Namens derzeit in Rechnung stellt, auch für natürliche Personen gelten würde", schreibt das Bakom. Die gegenwärtigen Marktpreise liegen laut dem Bundesamt zwischen rund 100 und 170 Franken.

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