Drei Viertel der Firmen sind bereit für 5G mehr zu berappen

10. August 2017, 13:33
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Laut einer neuen internationalen Umfrage des Marktforschers Gartner unter rund 200 IT- und Business-Leader sind 75 Prozent der Unternehmen bereit, für 5G mehr zu bezahlen als für 4G.

Laut einer neuen internationalen Umfrage des Marktforschers Gartner unter rund 200 IT- und Business-Leader sind 75 Prozent der Unternehmen bereit, für 5G mehr zu bezahlen als für 4G. Rund ein Drittel der Firmen würden bis zehn Prozent mehr ausgeben und immerhin noch acht Prozent wären bereit über 30 Prozent mehr zu bezahlen. Bloss ein knappes Viertel gab an, nur für dieselben Auslagen wie für 4G bereit zu sein.
Am spendierfreudigsten für den internen Gebrauch von 5G zeigte sich laut Gartner die Telekommunikations-Branche, während sich die End-User-Firmen aus den Bereichen Fabrikation, Dienstleistungen und öffentliche Dienste zurückhaltender gaben.
Über das ganze Wirtschaftsspektrum hinweg glauben bloss acht Prozent, dass man mit 5G Kosten einsparen und die Erträge erhöhen könne. Über die Hälfte der Befragten sieht 5G als prinzipielle Evolution der Netzwerke. Auch hier nahem die Telekommunikations-Branche eine besondere Rolle ein: Diese sieht 5G sogar noch weniger als ertragsfördernd, sondern viel mehr als unvermeidliche Evolution der Infrastruktur.
57 Prozent der Befragten erklärten, dass man 5G hauptsächlich für die IoT-Kommunikation einzusetzen gedenke. Dies sei erstaunlich, schreibt Gartner in einer Mitteilung, schliesslich würde der IoT-Datenverkehr die bestehende Infrastruktur nicht vor 2023 ausschöpfen. Ausserdem würde 5G im IoT-Bereich nur in bestimmten Fällen zum Einsatz kommen.
Dies sei nur eine der falschen Einschätzungen, die in der Umfrage zum Ausdruck gekommen seien. 84 Prozent der Befragten gingen fälschlich davon aus, dass 5G bereits 2020 umfangreich zur Verfügung stehe. Gartner prognostiziert hingegen, dass bis zu jenem Zeitpunkt bloss drei Prozent der Communication Service Provider das 5G-Netzwerk kommerziell ausgerollt hätten. Laut Pläne der CSP dauere dies noch bis 2022, so die Marktforscher. (ts)

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