"Dringend": Stadtrat von Gossau will in der Informatik aufstocken

5. November 2018, 11:17
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Zwei neue Stellen in der IT sieht das Budget von 2019 in Gossau vor.

Zwei neue Stellen in der IT sieht das Budget von 2019 in Gossau vor. In diesen Bereich "sieht der Stadtrat einen dringenden Nachhol- und Handlungsbedarf", wie es in einer Pressemitteilung heisst. Bei dem IT-Stellenausbau, den sich der Gossauer Stadtrat genehmigen lassen will, geht es um knapp 217'000 Franken für das kommende Jahr. Damit soll die IT-Abteilung von 360 auf 560 Stellenprozent aufgestockt werden.
Bei den Parteien ist die Aufstockung der Stellenprozent laut einem Bericht im 'St. Galler Tagblatt' unstrittig. Auch wenn die SVP an die Sparübungen von 2013 erinnert, die den Stadtrat verpflichteten, den Kernaufwand zu senken. Zuletzt sei das Gegenteil passiert, heisst es in dem Bericht: Es entstehe der "Eindruck, dass Geschäfte in der Vergangenheit aufgeschoben worden seien, die sich nun finanziell auswirkten".
Stadtpräsident Wolfgang Giella widerspricht dem nicht. Jedenfalls stuft er den Ausbau als dringend ein und begründet das im 'St. Galler Tagblatt' damit, dass Altlasten abzubauen seien, weil sich die Arbeit zuletzt getürmt habe. Mehrfach seien genehmigte Kredite für IT-Neubeschaffungen aus Zeitmangel nicht ausgeschöpft worden. Die dann nötige Neubudgetierung verzögere Beschaffungen um zwei Jahre. Zudem spricht Giella von einer veralteten Infrastruktur in der Verwaltung, was sie ineffizient mache und wiederum von den Mitarbeitenden beklagt werde.
Weiter bestünden Klumpenrisiken, weil in dem kleinen Team spezifisches Fachwissen für einen Bereich oft an nur einer Person hänge. Eine Kündigung oder längere Krankheit wäre ein grosser Verlust und schon die Ferienplanung sei in der IT-Abteilung problematisch, so Giella.
Unterbesetzt sei die IT aber auch, weil sie bei immer mehr Projekten einbezogen werde, vor allem in der Schule, wo neue Lernformen stark IT-abhängig seien. Hinzu kämen, dass Submissionsverfahren betreut werden müssten, die zu koordinieren selbst dann aufwändig sind, wenn mit externen Dienstleistern zusammengearbeitet werde. (vri)

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